Gräfelfinger Entlastungsstrasse

SPD: „Bruch des Bürgerwillens“

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Die Gräfelfinger SPD, die als einzige Fraktion im Gemeinderat gegen den Bau einer „kommunalen Entlastungsstraße“ stimmte, zeigt sich „entsetzt“ über die Entscheidung der Ratsmehrheit. Vor allem IGG und Grünen wirft sie eine schwer nachvollziehbare Kehrtwende vor.

Gräfelfing –Diese Entscheidung, so die SPD in einer Pressemitteilung, sei ein „klarer Verstoß“ gegen den Bürgerentscheid vom April 2013, als eine große Mehrheit sich gegen eine solche Straße ausgesprochen habe. SPD-Vorsitzender Dieter Horch: „Dieser Bürgerwille soll nun mit dem jüngsten Gemeinderatsvotum für eine so genannte Entlastungsstraße, die nichts anderes darstellt als eine Schmalspurversion der damaligen Mega-Variante, einfach nicht mehr gelten?“ Besonders bezeichnend sei die „Kehrtwende“ von IGG und Grünen, die 2013 noch hinter dem Bürgerentscheid gestanden hätten. Horch: „Da stellt sich schon die Glaubwürdigkeitsfrage für diese Rathausgruppen.“ SPD-Gemeinderat Franz Lang kündigt in der Pressemitteilung an, die Bürger würden „spätestens bei der Kommunalwahl in zwei Jahren mit ihrer Stimme ihr Urteil zu dieser Kehrtwende“ abgeben.

Die SPD lehne die neue Straße ab, weil sie neuen Verkehr von der Autobahn anziehen und neue Schleichverkehre Richtung Garmischer Autobahn generieren werde, erklärte Lang. Vor allem an der Würmtalstraße würde es zu Mehrverkehr kommen. Davon seien mehr Menschen betroffen als an anderen Straßen entlastet würden. Eine Entlastung finde paradoxerweise just dort statt, wo „fast keine Menschen“ wohnten – an der Pasinger Straße zwischen Friedhof und A 96.

Verkehrsplaner Helmuth Ammerl hatte dagegen wiederholt im Gemeinderat und bei der jüngsten Verkehrsklausur anhand von Zahlen und Computermodellen nachgewiesen, dass die Entlastungsstraße tatsächlich sämtliche innerörtlichen Nord-Süd-Verbindungen von Durchgangsverkehr merklich entlasten werde, etwa Maria-Eich-, Rottenbucher, Würm- und Pasinger Straße (wir berichteten).

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