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Stoßen auf ein gutes Jahr 2018: (v.l.) Doris Unterreitmeier, Pfarrer Markus Zurl, Bürgermeisterin Uta Wüst, Pfarrvikar Martin Siodmok, Thomas Heidenreich, Pfarrer Bernd Reichert, Peter Köstler und Schwester Clementine.  

Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Gräfelfing

Premiere mit 150 Besuchern

150 Besucher sind zum ersten Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Gräfelfing St. Stefan und St. Johannes gekommen. Der Gemeindesaal in St. Johannes Evangelist war überfüllt.

Lochham – Im September 2016 waren Pfarrer Markus Zurl und Pfarrvikar Martin Siodmok unter großer Anteilnahme der Gräfelfinger Katholiken in ihre Ämter eingeführt worden und hatten ihre Arbeit im neu gegründeten Pfarrverband aufgenommen. Nun setzten sie die lange Tradition der Neujahrsempfänge der Pfarreien fort und begrüßten bei der ersten derartigen Veranstaltung des Verbandes neben Zurls evangelischem Amtsbruder Bernd Reichert und Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst 150 Gäste.

Ein gutes Jahr nach dem Zusammenlegen von St. Stefan Gräfelfing und St. Johannes Evangelist Lochham zog die gerade nachgerückte Pfarrverbundsvorsitzende Doris Unterreitmeier eine positive Bilanz: Dank des Seelsorgeteams um Pfarrer Zurl habe der Neuanfang gut geklappt. „Ein tolles Lichtblick-Team“ habe den Neustart im Verbund mit Bravour bewältigt, so Unterreitmeier. Die Stellvertreterin war gerade nachgerückt, weil ihr Vorgänger, der langjährige Lochhamer Pfarrgemeinderatsvorsitzende Peter Köstler, sich neuerdings um einen großen Pfarrverband kümmert: Als angestellter Verwaltungsleiter ist der Diplom-Kaufmann für fünf katholische Pfarreien zuständig. Der Verbund reiche von Neuaubing, Westkreuz über die Kirchen St. Johannes Evangelist Lochham bis St. Stefan in Gräfelfing, so Köstler.

Ziel der Reform mit hauptamtlichem Verwaltungsleiter sei eine Entlastung der Seelsorger gewesen. Denn der Vize-Bürgermeister von Gräfelfing managt jetzt hauptberuflich Administration, Organisation und Bauprojekte in den fünf Pfarreien. Mit dem neuen Job „musste ich mein Ehrenamt als Pfarrgemeinderatsvorsitzender nach 16 Jahren an den Nagel hängen“, so Köstler.

Erstmals hielt deshalb Unterreitmeier die Festansprache. Auch Skeptiker, die zunächst Bedenken hatten, seien vom Pfarrverbund inzwischen überzeugt, so die Lochhamerin. Denn das Seelsorgeteam um Pfarrer Markus Zurl habe den Zusammenschluss von St. Stefan Gräfelfing und St. Johannes Evangelist mit Gelassenheit bewältigt, sagte Unterreitmeier und dankte auch den aktiven Ehrenamtlichen. „Voll Freude und Enthusiasmus bauen wir Gottes Haus mit auf“, so die Lochhamer Pfarrgemeinderatsvorsitzende unter Beifall.

Auch bei der anstehenden Pfarrgemeinderatswahl wird ein neues Kapitel aufgeschlagen: Erstmals können die rund 8000 Katholiken von St. Stefan und St. Johannes Evangelist auch bequem auf dem heimischen Sofa ihre Kreuzchen machen, erläuterte der Gräfelfinger Pfarrgemeinderatsvorsitzende Thomas Heidenreich. Die Unterlagen zur Wahl kämen automatisch nach Hause. Lochhamer Katholiken, die lieber die Kandidaten in St. Stefan Gräfelfing wählten, „können auch wechseln“. Sie müssten zuvor nur einen entsprechenden Antrag in ihrem Pfarrbüro stellen. Letzte Möglichkeit für Brief- und persönliche Wahl in den Lokalen von Gräfelfing und Lochham „ist der 25. Februar, 16 Uhr“, erläuterte Heidenreich.

„Mit unseren Seelsorgern haben wir hier ein tolles Pfund“, lobte der Gräfelfinger Pfarrgemeinderatsvorsitzende, denn: „Konflikte lösen wir sehr harmonisch.“ „Ich bin sehr froh über die Entlastung“ durch den Verwaltungsleiter Peter Köstler, äußerte sich Pfarrer Zurl. Köstler kenne Lochham wie seine eigene Westentasche.

Der 44-jährige Zurl pendelt zwischen St. Stefan, wo er wohnt, und St. Johannes Evangelist meist mit dem Rad. Das sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll – und „hält mich fit“, so der Seelsorger. „Wenn ich an der Ampel stehe“, gebe es auch ein Schwätzchen mit Passanten: „Das ist sehr kommunikativ.“ Vielleicht waren all die Besucher, die Zurl auf dem Neujahrsempfang umringten, ja Menschen, die er von seinen Radfahrten kennt.

Christine Cless-Wesle

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