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Der neue Mobilfunkturm vom TSV-Gelände aus gesehen  überragt mit seinen 40 Metern die Baumwipfel des Wäldchens, in dem er steht, und soll Antennen aus dem Wohngebiet ersetzen.

Erster Pfeiler für Mobilfunkkonzept steht

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Das neue Gräfelfinger Mobilfunkkonzept wird sichtbar. Der erste von zwei 40-Meter-Masten steht.

Gräfelfing – Buchstäblich der erste Pfeiler des Gräfelfinger Mobilfunkkonzeptes steht. Nach Jahren der Planung und einem Gerichtsurteil, das Einsprüche von Anwohnern zurückwies, errichtete der Mobilfunkbetreiber Telefónica Deutschland (O2) nun einen Mobilfunksendemast in dem Wäldchen zwischen Jahnstraße und Eisenbahnlinie beim Gelände des TSV Gräfelfing.

Wer den 40-Meter-Mast in Stahlgitterbauweise in voller Größe sehen will, muss einer schmalen Baustellenfahrbahn in den Wald folgen. Denn aus dem bewohnten Gebiet, etwa von der Jahnstraße, ist er überhaupt nicht oder kaum zu sehen. Und auch von der Fläche des TSV-Sportplatzes aus gesehen ragt nur das obere Viertel des Mastes mit den Antennen über die Wipfel des Fichtenwäldchens.

Dieser Mast und ein weiterer, der an der südlichen Ortsgrenze Gräfelfings am Prof.-Max-Dieckmann-Platz geplant ist, bilden das Grundgerüst des vor rund einem Jahrzehnt beschlossenen Gräfelfinger Mobilfunkkonzeptes. Sie sollen eine flächendeckende Versorgung bei gleichzeitig minimaler Strahlenbelastung im Wohngebiet sicherstellen – beides aufgrund ihrer schieren Höhe. Im Gegenzug verschwinden nach und nach die Mobilfunk-Sendeanlagen von den Hausdächern in den Wohngebieten, die in den Bebauungsplänen nicht mehr zugelassen werden.

Im Falle des Mastes beim TSV ersetzt er kurz- und mittelfristig beispielsweise sämtliche Antennen, die derzeit auf dem gemeindlichen Gebäude an der Freihamer Straße, gegenüber dem Rathaus, montiert sind. Zunächst wird Telefónica umziehen, danach dürften Vodafone und Telekom folgen. Der Pachtvertrag mit der Gemeinde für das Grundstück, auf dem der Mast steht, zwingt Telefónica, den Mitberwerbern Platz für ihre Antennen einzuräumen.

Die Verhandlungen darüber dürften schon laufen oder bald beginnen. Denn auch wenn der Vodafone-Vertrag an der Freihamer Straße noch bis 2021 läuft, dürfen dort keine leistungsstärkeren, modernen Antennen nachgerüstet werden. Ähnliches gilt für die Telekom an Standorten in den Wohngebieten.

Gegen den Mobilfunkmast beim TSV hatten Anwohner vehement protestiert und auch den Rechtsweg beschritten. Bereits 2012, als der entsprechende Bebauungsplan in Kraft trat, reichten sie Normenkontrollklage dagegen ein. Im Mai 2013 entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München, dass der Plan rechtmäßig sei. Die Baugenehmigung erfolgte im Januar 2017 und wurde nicht angefochten.

Noch weit umstrittener als dieser Mobilfunkmast ist sein geplantes Pendant am Max-Dieckmann-Platz. Dieser 37-Meter-Mast wird freilich auch weit sichtbarer sein, weil er am Neunerberg auf freier Fläche stehen soll.

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