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Die Feuerwehr war sofort vor Ort, konnte aber kein Gas mehr feststellen.

Ermittlungen dauern an

Gasalarm war wohl Reizgas-Attacke

Vier Verletzte hatte es vor drei Wochen bei einem Gasalarm in einem Gräfelfinger Restaurant gegeben. Über die Ursache kann die Polizei weiter nur spekulieren.

Gräfelfing – Der Vorfall in einer Gräfelfinger Gaststätte, bei dem mehrere Personen Gas eingeatmet hatten (wir berichteten), bleibt weiterhin mysteriös. Inzwischen hat die zuständige Fachdienststelle des Polizeipräsidiums München den Fall übernommen. Woher das Gas stammte, ist nach wie vor unklar. „Die Ermittlungen laufen noch“, berichtet Siegfried Janscha, Leiter der Planegger Polizei.

Gäste klagten über Reizhusten und brennende Augen

Vor rund drei Wochen hatten Gäste des Restaurants „Villa Casale“ in der Bahnhofstraße über Reizhusten und brennende Augen geklagt. Der Gastwirt verständigte daraufhin die Feuerwehr. Doch obwohl das Lokal gleich gegenüber der Wache liegt, war beim Eintreffen der Helfer kein Gas in der Luft messbar. Einen Erdgasaustritt aus einer Leitung konnte die Feuerwehr jedoch ausschließen.

Hat sich der Täter aus dem Staub gemacht?

Vier Personen hatten leichte Verletzungen davongetragen und mussten von den Maltesern behandelt werden. „Es liegt die Vermutung nahe, dass einer der Gäste Reizgas versprüht hat“, so Janscha. Dafür würden nicht nur die Symptome sprechen, sondern auch die Tatsache, dass beim Eintreffen der Feuerwehr kein Gas nachweisbar war.

Hinzu kommt, dass offenbar mehrere Gäste das Lokal verlassen hatten, noch bevor sie ihre Beobachtungen zu Protokoll geben konnten. Der Planegger Polizeichef sagt, er könne sich durchaus vorstellen, dass einer der zuvor Anwesenden in den Fall verwickelt sei.

kp

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