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Probewürfe an der neuen Anlage: Bürgermeisterin Uta Wüst, Bauamtschefin Elisabeth Breiter und 2. Bürgermeister Peter Köstler (v.re.) entsorgen Glas, während der Kran im Hintergrund den unterirdischen Papier-Container zur Entleerung aus dem Schacht hebt. 

Schöner und leiser

Gräfelfing eröffnet ersten Standort mit unterirdischen Wertstoff-Containern

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Gräfelfing - Die Gemeinde Gräfelfing hat den ersten Sammelplatz mit unterirdischen Wertstoff-Containern eröffnet.  22 weitere sollen folgen.

Gräfelfing– Die Wertstoffsammelstellen in Gräfelfing sind keine Augenweide: Zäune und verschämte Hecken sollen die Container für drei Glasfarben und Papier verbergen – und den Müll, der oft zwischen ihnen liegt. Jetzt eröffnete die Gemeinde am Standort Kerschensteinerstraße den ersten Unterflurcontainer-Sammelplatz.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Wertstoffcontainer sind unterirdisch in ausbetonierten, schallgedämmten Schächten untergebracht, sie sind drei- bis viermal so groß wie die herkömmlichen Container und müssen entsprechend seltener geleert werden. Und weil an der Oberfläche nur die Einwurfstutzen zu sehen sind, liegt der Sammelplatz frei einsehbar auf einer sauber gepflasterten Fläche. Das könnte, so die Hoffnung der Gemeindeverwaltung, wildem Müllablagern einen Riegel vorschieben.

Der Nachteil: Mit rund 40 000 Euro ist die Umsrüstung eines Standorts nicht billig. So wird es dauern, bis ein Großteil der 23 Standorte in Gräfelfing umgerüstet sind, und nicht alle eignen sich dazu. Zunächst muss sich das System jedoch bewähren.

Im Beisein von Bürgermeisterin Uta Wüst und ihrem Kollegen Peter Köstler gelang am Montag die erste Entleerung prächtig: In gerade mal drei Minuten hob der Kran des Wittmann-Lasters den Unterflur-Container samt Deckel und Einwurfschacht hoch, entleerte ihn in den Laster und ließ ihn wieder in seinen Schacht sinken. Nun müssen sich die Anwohner nur noch daran gewöhnen, große Kartons vor der Entsorgung zu zerkleinern, weil sie sonst nicht in den Einwurfschacht passen. 

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