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Ein Teil der Skulpturen-Gruppe von Künstler Walter Kuhn, die die Gemeinde Gräfelfing erwerben will, ist derzeit auf der Wechsel-Ausstellungsfläche vor dem Rathaus zu sehen. Foto: rutt

Gemälde und Skulptur gekauft

Gräfelfing investiert erstmals nach Jahren wieder in Kunst

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Erstmals nach Jahren hat Gräfelfing wieder dem Erwerb von Kunstwerken zugestimmt.

Gräfelfing Der Erwerb von Kunstwerken durch die öffentliche Hand ist ein schwieriges, oft auch kontrovers diskutiertes Thema. Die grundsätzliche Verantwortung und Aufgabe von Kommunen, Kunst und Künstler auch finanziell zu unterstützen, ist unbestritten. Doch wie viel Geld für welche Kunstwerke auszugeben vertretbar ist, bleibt Auffassungssache. Am Dienstag hat der Gräfelfinger Kulturausschuss solche Bedenken hintangestellt und erstmals nach Jahren wieder für den Erwerb von zwei Kunstwerken gestimmt. „Man muss dann zuschlagen, wenn sich etwas anbietet“, sagte Brigitte Braun (CSU).

Der Gemeinde waren gleich zwei Kunstwerke angeboten worden, die derzeit im und vor dem Rathaus ausgestellt sind. Im Treppenhaus hängt ein großflächiges, namenloses Gemälde der 90-jährigen Gräfelfinger Künstlerin Pi Büchner, für die der Kunstkreis im Frühjahr eine seiner seltenen Einzelausstellungen organisierte. Das Bild soll laut Katalog 4900 Euro kosten. Hinzu kämen rund 2500 Euro für einen festen Rahmen oder Glas.

Außerdem fragte der Künstler Walter Kuhn an, ob die Gemeinde seine Skulptur „Zusammenhalten“ erwerben wolle. Sie steht derzeit vor dem Rathaus und zeigt scherenschnittartige Menschen-Umrisse in Eisenblech, die Kinder und Erwachsene darstellen und in den Farben Schwarz, Weiß und Rot die Verbrüderung von Menschen weltweit darstellen. Der Künstler schlug als Standort die Flüchtlingsunterkunft an der Großhaderner Straße vor. Die gesamte Figurengruppe soll 4050 Euro kosten.

Gegen beide Vorschläge stimmte lediglich Günter Roll (BVGL), der an die vielen sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gemeinde erinnerte. Peter Köstler (CSU) votierte ebenfalls gegen die Anschaffung des Gemäldes, jedoch wie der Rest des Gremiums für den Ankauf von Kuhns Werk. Nun soll der Finanzausschuss für 2018 Mittel im Haushalt bereitstellen.

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