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Wildblumensamen für Gräfelfinger Bürger: Bürgermeister Peter Köstler, Umweltbeauftragte Lydia Brooks (Mitte) und Gemeinderätin Annette Rosellen.

Kostenlos Wildblumensamen 

Gräfelfing: Artenschutz im eigenen Garten

Pünktlich zum Weltbienentag am 20. Mai hat die Gemeinde Gräfelfing die Aktion „Umweltschutz im Garten: Wildblumensamen für Gräfelfinger“ gestartet.

Gräfelfing – Jeder Gräfelfinger Haushalt ist eingeladen, sich ab sofort ein kostenloses Samentütchen – gefüllt mit heimischem Saatgut – am Rathaus-Eingang abzuholen. So kann jeder Blumen- und Bienenfreund ein Stück zum Artenschutz im eigenen Garten beitragen. „Ein weiterer Baustein in unserem Engagement für den Umwelt- und Artenschutz“, sagt Bürgermeister Peter Köstler.

Die Gemeinde selbst hat in den vergangenen Jahren immer wieder Blühwiesen auf geeigneten Flächen wie etwa am Anger bei der Kirche oder entlang der Sämannstraße angelegt. Köstler: „Man tut damit etwas für die Bienen und Schmetterlinge, aber so eine Wildblumenwiese ist auch etwas fürs Auge.“

Ein Tütchen reicht für zwei Quadratmeter

Gemeindegärtner Christian Geier vom Bauhof hat eigenhändig die ersten 400 Tüten mit Saatgut befüllt. Wichtig sei, so Geier, dass die Saat nur für zwei Quadratmeter Fläche gedacht ist. Einfach die Samen auf eine bestehende Wiese oder Rasen aussäen, funktioniere allerdings nicht. Die vorgesehene Fläche müsse entsprechend vorbereitet sein. Hier sei ein offener Boden ohne Bewuchs erforderlich, fügt Lydia Brooks, Sachgebietsleiterin Umwelt der Gemeinde, an. „Die Grasnarbe muss umgegraben, gelockert und feinkrümelig hergerichtet werden“, erläutert Brooks. Gras- und Löwenzahnwurzeln sollten zuvor ausgegraben werden, damit sie nicht mit den Wildblumen rivalisieren. Die Mischung müsse dann nur oberflächlich verstreut und leicht angedrückt werden. Eine genaue Anleitung sei auf der Rückseite jedes Samentütchens vermerkt. Befolge man die Anweisung, so Brooks, könne nichts schiefgehen. Bis Mitte Juni können die Wildblumensamen ausgesät werden, damit sich in diesem Sommer noch die volle Pracht in Gräfelfings Gärten entfalten kann.

Die Aktion geht auf einen Antrag des Bürgerverein Gräfelfing-Lochham e.V. (BVGL) im Gemeinderat im vergangenen Juli zurück. Da die Zeit zum Aussäen aber damals zu knapp gewesen wäre, hatte sich das Ganze auf dieses Jahr verschoben. Damit sich in den nächsten zwei bis drei Wochen viele Gräfelfinger ihre Samentüte zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses abholen können, bittet die Gemeinde die Bürger, sich tatsächlich pro Haushalt nur ein Päckchen aus dem bereitstehenden Korb zu nehmen.

Als erste Gemeinde im Würmtal begann Planegg im vergangenen Jahr mit der Saatgut-Ausgabe.

Carolin Högel

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