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300 Cappuccino, schätzt Hans Schumacher, hat er schon zubereitet. „Inzwischen kann ich’s langsam“, sagt der Betreiber des „Gräfelfinger“.

Café für Kunst, Kultur und Soziales steht kurz vor der Eröffnung

Faschingsparty im neuen „Gräfelfinger“

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Das „Gräfelfinger“ steht kurz vor der Eröffnung: Am Dienstag, 25. Februar, steigt in den Räumen der ehemaligen Confiserie Fesl am Gräfelfinger Bahnhofplatz eine „alternative Faschingsparty“, wie es Hans Schumacher nennt, „ohne Kostümzwang und mit DJ“ (18 Uhr). An den drei darauffolgenden Tagen ist probeweise geöffnet, ab Montag, 9. März, soll es dann richtig losgehen.

Gräfelfing – Das „Gräfelfinger“ ist Café und Bar zugleich. Das Schild über der Fensterfront verrät, dass der Umsatz sekundär ist. Der Fokus liegt auf „Kunst, Kultur, Soziales“. Schumacher ist der Betreiber, hat den Mietvertrag unterschrieben und eine Gaststättenkonzession erworben. „Eine gemeinnützige GmbH ist in Gründung“, sagt er. Unterstützt wird er von seiner Frau Sylvia und Freunden, die schon beim Ausmisten im November kräftig anpackten. „40 000 bis 50 000 Euro“, schätzt Schumacher, hat er bisher investiert.

Mischpult unter der Bühne

Kabel wurden verlegt, die Zapfanlage ist neu, ebenso die Geschirrspülmaschine. Die Kaffeemaschine ist auf drei Jahre geleast, unter der neu eingebauten Bühne befindet sich ein Mischpult, das mit einem Tablet zu bedienen ist. Die Toilette ist neu, die Decke schallgedämmt. Eine Bar gab es bisher nicht, ebenso wenig das selbst gebaute Bücherregal an der Wand rechts vom Eingang oder die zahlreichen Spiegel links und hinter der Bühne. Im Raum verteilt stehen Stühle, Tische, Sessel. Kissen und Lammfelle liegen auf Sitzgelegenheiten in den Schaufenstern, daneben ein altes Schild: „Draußen nur Kännchen.“

Wann immer Zeit war, wurde gehämmert, gebaut, gestrichen, tapeziert und eingerichtet. Das Interesse der Passanten sei enorm. „Kaum arbeitet jemand, kommen die Leute rein“, sagt Schumacher, im Hauptberuf Inhaber der Schumacher Elektromechanik GmbH und nebenbei Bandleader der „Rockbits“. Als kürzlich eine Barbie-Sammlerbörse im Bürgerhaus gegenüber stattfand, schaute ein Mann vorbei und bestellte einen Cappuccino, während seine Frau die Plastikpuppen besuchte. Schumacher servierte das Getränk gratis. Inzwischen hat er Übung mit Espresso und Milchschaum.

Zwei Konzerttermine stehen bereits

Auf seine Partytauglichkeit wurde das „Gräfelfinger“ schon getestet, an Silvester und kürzlich bei einer Geburtstagsfeier. „Ich bin froh, dass wir jetzt loslegen können“, sagt Hans Schumacher. Vier Buchungen für geschlossenen Gesellschaften hat er bereits, dazu zwei Termine, an denen Bands auftreten. Ab Mitte Februar soll auch die Homepage live gehen: Unter www.graefelfinger.com gibt es dann Informationen über Öffnungszeiten und anstehende Veranstaltungen.

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