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Gräfelfing feiert 50 Jahre St. Stefan

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50 Jahre St. Stefan Gräfelfing:: (v.li.) die ehemaligen Kapläne Martin Siodmok und Klaus Günther Stahlschmidt, der langjährige Pfarrer Anton Schönauer, Prälat Erich Pflanzelt, Pfarrer Markus Zurl, Kaplan Gregor Schweizer und Diakon Wolfgang Kustermann mit Ministranten und Fahnenträgern.
Erinnerungsfoto der Geistlichkeit: (v.li.) die ehemaligen Kapläne Martin Siodmok und Klaus Günther Stahlschmidt, der langjährige Pfarrer Anton Schönauer, Prälat Erich Pflanzelt, Pfarrer Markus Zurl, Kaplan Gregor Schweizer und Diakon Wolfgang Kustermann mit Ministranten und Fahnenträgern. © Dagmar Rutt

Bei einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang haben Geistliche, Vertreter aus Kirche und Politik sowie zahlreiche Gläubige am Sonntag in Gräfelfing das 50. Kirchweihfest von St. Stefan gefeiert.

Gräfelfing – Sonnenbeglänzt flimmerte das goldene Herbstlaub durch das große Fenster, Orgel und Orchester jubelten, als Geistliche und Ministranten unter Weihrauchwolken sich um den Altar versammelten. Die Gemeinde von St. Stefan in Gräfelfing beging m Sonntag den 50. Weihetag ihrer Kirche. Dank Kontrollen und Masken konnte nach eineinhalb Jahren wieder ein Gottesdienst im voll besetzten Raum stattfinden. Alt und Jung, Vereine mit Fahnenabordnungen, Vertreter aus der Politik von Gemeinderäten bis zu Landrat Christoph Göbel konnte Pfarrer Markus Zurl willkommen heißen. Viele Gläubige, natürlich auch die vielen Aktiven in Pfarrverbandsrat, Frauenbund, Seniorenkreis und Kinder-Kirche waren gekommen, um Gott zu danken und fröhlich zu feiern.

Pfarrer Schönauer und ehemalige Kapläne kommen zum Jubiläum

Mit am Altar standen neben den derzeit tätigen Geistlichen auch Pfarrer Anton Schönauer und die ehemaligen Kapläne Klaus-Günther Stahlschmidt und Martin Siodmok. Auch Pastoralassistent Robert Winter war zu sehen, ebenso Vertreter der evangelischen Schwestergemeinde der Friedenskirche. Pfarrer Max Ziegler und Hubert Gallenberger hatten Grüße geschickt. „Seht Gottes Zelt auf Erden…“, erklang trotz Masken herzhaft das bekannte Lied vom „Haus voll Glorie“, ehe Orchester und Solisten die Messgesänge von Mozart anstimmten.

Vor dem Altar waren noch vom vorabendlichen Jugendgottesdienst die Ziegelsteine - Bild für die „lebendigen Steine“, die die Kirche aufbauen, mit dem goldenen Eckstein Jesus Christus zu sehen. „Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns ,gezeltet’ – wie die wörtliche Übersetzung aus dem Johannes-Evangelium lautet. Jesus lebt bei uns unter dem Zeichen des eucharistischen Brotes“, unterstrich Pfarrer Zurl in seiner Predigt. Das breite Vordach biete Schutz auch für die noch zögernd Fernstehenden. Der Vorplatz sei durch die kürzliche Rodung einladend nach außen geöffnet, „wo Menschen hineinspüren können in das große Geheimnis Gottes“. Wie die Sonne in den Raum leuchte, aber sich auch in den Fenstern spiegle bis ins Pfarrhaus, könnten alle Christen das Licht und die Liebe Gottes weiterspiegeln.

Lutherisches Apfelbäumchen als Hoffnungszeichen

„Ich begrüße Sie alle als Ehrengäste, dann habe ich keinen vergessen“, meinte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Heidenreich nach dem Segen, ehe er nach Dank an alle Helfer seinem Vater das Wort gab. Dieser war bereits 1971 bei der Weihe dabei gewesen und skizzierte kurz die emotionsgeladenen Planungen zum modernen Kirchenbau. Inzwischen sei ihm und vielen die vorher so ungewohnte Kirche zur Heimat geworden. Bürgermeister Peter Köstler, gewissermaßen ein „Insider“, und Christoph Breitenbach vom evangelischen Kirchenvorstand gratulierten „der Kirche bzw. der Kirchengemeinde“ zum „Geburtstag“ und überreichten als Geschenke eine Jubiläumsmedaille der Gemeinde „als Pfand“ für weitere Unterstützung bei anstehenden Renovierungen sowie ein sprichwörtliches lutherisches Apfelbäumchen als Hoffnungszeichen zum Einpflanzen. Kirche gehöre wie hier an der Bahnhofstraße „zu den Menschen und in die Mitte der Gesellschaft“, unterstrich der Bürgermeister.

Ein Jubiläum nach dem anderen

Nach so vielen Jubiläen in diesem Jahr – 50 Jahre St. Stefan und Friedenskirche, 70 Jahre Michaelskirche , 50 Jahre Seniorentreff und 40. Dienstjubiläum von Kirchenmusiker Burkhard Kuttig – freue er sich schon auf das 75. Weihejubiläum in St. Johannes Evangelist in Lochham, meinte Pfarrer Zurl, bevor man sich am Kirchplatz an extra gestiftetem Bier von Doemens erfrischen und in der verteilten Festschrift blättern konnte. Mit einem Konzert am Nachmittag und Anbetung und Komplet am Abend konnte der wunderschöne Tag festlich ausklingen. FRIEDERIKE TSCHOCHNER

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