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Das Filmeck in Gräfelfing hat ab diesem Donnerstag wieder geöffnet.

Kino

Gräfelfing: Filmeck ab Donnerstag wieder offen

  • Peter Seybold
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Das Gräfelfinger Filmeck öffnet an diesem Donnerstag, 2. Juli, nach der Corona-bedingten Schließung wieder seine Türen – allerdings zunächst mit eingeschränktem Betrieb.

Gräfelfing – Einige Kinos im Großraum München „haben sich auf diesen Termin verständigt, obwohl wir ja schon früher aufmachen hätten können“, sagt Filmeck-Betreiber Werner Scholz. Dem seien aber verschiedene Gründe entgegengestanden; so hätten erst die entsprechenden Hygienekonzepte umgesetzt werden müssen, und es hätten zuvor kaum Filme zur Verfügung gestanden, so Scholz.

Auch jetzt ist aufgrund der Corona-Ausnahmezeit das Filmangebot nicht üppig. Die Filmstarts der letzten Monate wurden alle verschoben. Das Filmeck zeigt daher zunächst die Literatur-Verfilmung „Narziss und Goldmund“, deren Kino-Start ursprünglich für den 12. März geplant war, und das französische Drama „La Vérité – Leben und Lügen lassen“, das ursprünglich am 5. März Premiere gehabt hätte. „Es wird nur eine Vorstellung pro Tag geben und von Samstag bis Montag je zwei, da zwischendurch immer gut durchgelüftet werden muss und wir alles desinfizieren müssen“, so Scholz. Sowohl aufgrund der Corona-Ausnahmesituation als auch wegen des heißen Sommerwetters würden sich mehr Vorstellungen wohl auch kaum lohnen.

Die Zahlen in anderen, bereits wieder offenen Kinos seien „katastrophal gewesen“, hat Scholz von Kollegen gehört. Mit einem großen Ansturm rechnet auch er daher nicht. Diesen gebe es im Juli und August aber ohnehin nie. Die beiden zunächst gezeigten Filme im Filmeck werden um jeweils 17.15 und 19.45 Uhr starten.

Das Filmeck wird natürlich alle Corona-Hygieneregeln wie das Abstandhalten beachten, wodurch zwischen verschiedenen Besuchern oder Familien drei Sitzplätze frei bleiben müssen. Wer im Kino kein Popcorn isst oder etwas trinkt, muss voraussichtlich eine Maske tragen. Scholz: „Die Vorgaben ändern sich aber im Moment ständig, es ist ein einziges Hü und Hott.“

Im Gegensatz zu manchen Restaurants, die wieder zumachten, weil dies günstiger als ein Betrieb bei wenig Gästen, ist die Wiedereröffnung des Filmecks für Werner Scholz „schon besser so“. Viele Kosten würden auch während Schließungszeiten weiterlaufen – und einige Kino-Besucher bringen zumindest wieder etwas Geld in die leere Filmeck-Kasse.

ps

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