Kurt-Huber-Gymnasium

Gemeinde investiert eine Million Euro in Schule

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Mit Investitionen von 1 Million Euro will die Gemeinde Gräfelfing heuer das Kurt-Huber-Gymnasium und seine Sportanlagen für den heutigen Bedarf und die zukünftige Aufgaben fit machen. Den Löwenanteil der Kosten trägt freilich der Landkreis München.

Gräfelfing– Die Gemeinde Gräfelfing hat sich jahrzehntelang nicht davor gedrückt, ihr Gymnasium auf hohem Standard zu halten, und viel Geld in die Schule investiert. Seit der Kreis 2016 die Sachaufwandsträgerschaft für das Gräfelfinger Gymnasium komplett übernommen hat, fällt es den Gemeinderäten indes noch mal merklich leichter, baulichen Maßnahmen an der Schule zuzustimmen, dies selbstverständlich in Absprache mit dem Landratsamt – zuletzt gut zu beobachten im Bauausschuss und dem Gemeinderat.

So soll in diesem Sommer der Sportboden der Dreifachturnhalle ausgetauscht werden. Schon vor der Unterbringung der Flüchtlinge 2015 war der Boden ziemlich am Ende, ein Prüfer äußerte sich „erschüttert“ über den Zustand. Nachdem an die 200 Personen wochenlang in Stockbetten mit Füßen aus Eisenrohren in der Halle gehaust hatten, ohne dass der Boden ausreichend geschützt worden wäre, tendierte seine Laufzeit rapide gegen null.

Weil die Halle zusätzlich neue Fluchtwegtüren nach heutiger Bauaufsicht und Brandschutz sowie eine (von der Gemeinde zu bezahlende) eigene Hebebühne für Wartungsarbeiten erhält, summieren sich die Kosten auf etwa 600 000 Euro. Den geringen Zeitwert des Bodens vor der Flüchtlingsunterbringung von rund 15 000 Euro trägt die Regierung von Oberbayern, den Großteil der Kreis.

Weitere Investitionen stehen im Schulhaus selber an. Sechs kleinere Räume mit insgesamt 150 m2, darunter Kartenräume, Garderoben und ein Vorführraum, werden als solche nicht mehr benötigt, während das KHG händeringend Zimmer für Gruppenarbeit sucht. Eine Umwidmung ist indes nicht ohne weiteres vorzunehmen, weil die Zimmer bisher nicht Aufenthaltsräume waren und den erforderlichen Brand- und Schallschutz vermissen lassen. Die Umbauten sollen knapp 300 000 Euro kosten. Auch diese Kosten trägt das Landratsamt, doch benötigt es einen Beschluss des Gemeinderates. Bauausschuss und Plenum willigten zwar ein, doch baten die Kreisräte unter den Ratsmitgliedern darum, nicht jegliches Augenmaß zu verlieren, allein weil nun der Kreis der Zahlmeister sei. Schließlich ist Gräfelfing am Kreishaushalt über die Kreisumlage von 30 Millionen Euro in diesem Jahr nicht unmaßgeblich beteiligt.

Und schließlich stimmten die Gemeinderäte einer Sanierung des Allwettersportplatzes sowie seiner Möblierung mit bestimmten Sportgeräten zu. Hier soll das Gymnasium das Konzept der „bewegten Pause“ einführen können – eine Unterrichtsform, die in der Umsetzung von Ganztagsschule und G 8 von Bedeutung ist.

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