Antrag abgelehnt

Kein zentrales Feuerwerk an Silvester

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Florian Ernstbergers Vorschlag wurde abgelehnt. Anstatt mit einem großen, zentralen Feuerwerk will die Gemeinde auf andere Weise die private Böllerei eindämmen.

Gräfelfing – In Gräfelfing wird es auch künftig kein zentrales, großes, von der Gemeinde organisiertes Feuerwerk zu Silvester geben, wie es Florian Ernstberger (BVGL) und Marion Appelmann (CSU) beantragt hatten. Der Hauptausschuss lehnte dies am Dienstag mit großer Mehrheit ab. Dafür beschlossen die Gemeinderäte einen moderaten Verwaltungsvorschlag.

Den wiederum fand Florian Ernstberger „nicht einen Knaller“: Er sieht vor, im Dezember die Bürger dazu aufzurufen, auf kleine, private Feuerwerke zu Silvester zu verzichten und stattdessen unter dem Slogan „Spenden statt Böllern“ das Geld der Gemeindestiftung zukommen zu lassen.

Ernstberger sagte, ein zentrales Feuerwerk, wie es in Gemeinden wie Haar bereits praktiziert wird, könne dazu beitragen, Belastungen durch Lärm, Schmutz und Feinstaub durch private Böllerei in den Wohngebieten einzudämmen. Ernstberger: „Wenn wir’s nicht probieren, werden wir’s nie wissen.“

Bürgermeisterin Uta Wüst bezweifelte diese positive Wirkung: „Ich sehe nicht, dass das die Massenknallerei verhindert, und dann ist es nichts als ein zusätzliches Feuerwerk.“ Und Wolfgang Balk (IGG) sagte, es werde damit nur „unnötig Steuergeld in die Luft geschmissen“.

Auch Peter Köstler (CSU) wandte sich gegen den Antrag. Es sei zu wenig, einfach zu sagen: „Gemeinde, mach mal“. An einem solchen Projekt gerade mit Feuerwerk und zu Silvester hänge ein hoher Organisations- und Sicherheitsaufwand. In Haar seien daran maßgeblich Bürger und Vereine beteiligt.

Schließlich stimmten alle Gemeinderäte (Ernstberger ist nicht Ausschussmitglied) für den Verwaltungsvorschlag.

ms

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