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Ein 47-jähriger Familienvater ist bei Kitzbühel tödlich verunglückt.

Auf abschüssiger Wiese

Vor den Augen seiner Söhne: Gräfelfinger stürzt in Tirol mit Auto in den Tod 

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Tragisches Unglück bei Kitzbühel: Ein Gräfelfinger ist vor den Augen seiner beiden Söhne mit seinem Auto von einem Forstweg abgestürzt und hat sich überschlagen. Für den Familienvater kam jede Hilfe zu spät.

Aurach/München - Den Vatertag wollte Hubertus S. (47) aus Gräfelfing nicht mit seinen Spezln verbringen, sondern mit dem, was ihm im Leben am allerwichtigsten war. mit seiner Ehefrau Tatjana und den beiden Buben (4 und 6) in den Bergen Tirols. Dort verbringt die Familie schon seit Jahren oberhalb von Aurach südlich von Kitzbühel ihre Ferien. Hubertus S. war mit eine Mercedes-Geländewagen G-Klasse (Neupreis ab 106 000 Euro, 2,4 Tonnen Gewicht) gekommen, er lud seine beiden Buben ein und unternahm mit ihnen eine Spritztour. 

Diese Fahrt endete in einer Tragödie: Der Vater verlor die Kontrolle über den Wagen und starb, nachdem er übers Gelände in einen Nadelwald gestürzt war. Die Kinder hatte er vorher aussteigen lassen. Es passierte am Donnerstag am späten Nachmittag gegen 17 Uhr, Das Trio war zunächst auf einem Forstweg unterwegs. Als dieser in eine abschüssige Wiese überging, bekam Hubertus S. offenbar selbst Bedenken: Weil die Strecke so steil wurde, ließ er seine Söhne sicherheitshalber aussteigen. Er selbst fuhr jedoch weiter talwärts und lenkte den Mercedes die Wiese hinab Richtung Tal.

„Er wollte wohl sein Fahrzeug auslasten“, sagt ein Sprecher der örtlichen Polizei. „Dabei dürfte er die Steilheit unterschätzt haben.“ Die Polizei glaubt auch, dass der Familienvater sein Auto ausprobieren wollte. Der Wagen wurde immer schneller. Vor den Augen der beiden Buben überschlug sich schließlich das tonnenschwere Fahrzeug mehrfach und prallte nach rund 150 Metern frontal gegen einen Baum eines an die Wiese angrenzenden Waldstücks. 

Wagen überschlägt sich in steilem Gelände - Fahrer (47) stirbt vor den Augen seiner Kinder

Bei dem Aufprall wurde der Gräfelfinger so schwer am Kopf verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Nachdem gegen 18 Uhr bei der Leitstelle Tirol ein Notruf eingegangen war, rückten die Rettungskräfte aus. 60 Personen waren mit acht Fahrzeugen im Einsatz, neben den örtlichen Feuerwehren aus Kitzbühel und Aurach auch die Bergrettung und das Rote Kreuz sowie ein Rettungshubschrauber. Doch dem Unfallfahrer konnten sie alle nicht mehr helfen. Ihnen blieb nur, das Unfallfahrzeug aus dem steilen Waldstück zu bergen. Die beiden geschockten Söhne wurden unterdessen von einem Team der Krisenintervention betreut.

mc/dg

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