Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gräfelfing hat wieder eine Jugend-Diakonin. Stefanie Hollitzer (32) trat am 1. Mai ihren Dienst an. Erst einmal im Stillen, denn coronabedingt ist weder ein Willkommensgottesdienst noch ein festlicher Empfang möglich.
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Stefanie Hollitzer ist die neue Jugend-Diakonin in Gräfelfing. 

Stefanie Hollitzer liegt an Austausch

Neue Jugend-Diakonin startet in schwieriger Zeit

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Gräfelfing hat wieder eine Jugend-Diakonin. Stefanie Hollitzer (32) trat am 1. Mai ihren Dienst an. Erst einmal im Stillen, denn coronabedingt ist weder ein Willkommensgottesdienst noch ein festlicher Empfang möglich.

Gräfelfing– Nach der Verabschiedung von Hollitzers Vorgängerin Monika Protze im Juli 2018 war die Stelle fast zwei Jahre vakant. Protze hatte sich fünf Jahre lang um die Jugend- und Familienarbeit im evangelischen Kirchensprengel Gräfelfing, Lochham, Martinsried und Planegg-Ost gekümmert. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich nicht einfach. „München ist ein teures Pflaster, und so viele Leute gibt es da nicht“, sagt Pfarrer Walter Ziermann von der Friedenskirche. Fast ein Jahr lang sei die Stelle berufsgruppenübergreifend ausgeschrieben gewesen, sodass sich neben Diakonen auch andere bewerben konnten. Doch auch Religions- und Sozialpädagogen würden gerade gesucht.

Ziermann und sein Kollege Bernd Reichert von der Michaelskirche in Lochham bemühten sich, „vieles aufzufangen, gerade was die Konfirmandenarbeit angeht“. Ziermann hebt das starke ehrenamtliche Engagement hervor, sagt aber: „Natürlich hat die Kirchengemeinde darunter gelitten, dass die Stelle nicht besetzt war.“

Bewerbungsgespräch Anfang April

Damit ist es nun vorbei: Anfang April fand unter erschwerten Bedingungen das Bewerbungsgespräch mit Stefanie Hollitzer statt. Der Corona-Pandemie geschuldet, kam im großen Gemeindesaal ein Minigremium zusammen, bestehend aus zwei Vertrauensleuten des Kirchenvorstands und zwei Vertretern des Vereins Miteinander, der die Diakonstelle zur Hälfte finanziert, sowie Pfarrer Ziermann. „Wir haben versucht, auf eine geringe Personenzahl möglichst viele Funktionen zu bündeln.“ Mit drei Meter Abstand habe jeder an einem eigenen Tisch gesessen.

Ausgeschrieben war eine Vollzeitstelle. Für Hollitzer kam aber wegen ihres fünfjährigen Sohns Elias nur Teilzeit infrage. 26 Stunden wöchentlich ist sie nun in der Gemeinde tätig. „Wir freuen uns riesig“, sagt Pfarrer Ziermann.

Hollitzer absolvierte ihre Ausbildung in der Rummelsberger Diakonie gemeinsam mit ihrer Vorgängerin Monika Protze. „Wir haben uns schon ausgetauscht“, sagt sie. Die 32-Jährige arbeitete zunächst in Schweinfurt in der Kirchengemeinde und im Jugendbüro des Dekanats. Nach der Elternzeit war sie in München in einem Familienzentrum tätig. Ihr Mann, ebenfalls Diakon, ist im Landeskirchenamt angestellt. Über die Friedenskirche sagt Stefanie Hollitzer: „Die Kirchengemeinde wirkt lebendig.“ Angetan hat es ihr neben den vielen Angeboten für alle Altersgruppen auch „der bezaubernde Bau am Würmufer“.

Anrufe bei Konfirmanden geplant

Die coronabedingten Einschränkungen wirken sich auf ihren Einstieg aus. „Treffen sind gerade nicht möglich. Es ist sehr komisch für mich, so anzufangen“, sagt Stefanie Hollitzer. Sie wolle sich bei den Konfirmanden und den ehrenamtlich Engagierten in der Jugendarbeit telefonisch melden und zunächst über Kommunikationsplattformen Kontakt halten. „Ich bin nicht so der geborene Youtube-Star“, sagt Hollitzer, der mehr am Austausch gelegen ist. Sie geht die neue Aufgabe optimistisch an: „Ich bin sehr kreativ, mir fällt immer etwas ein.“ Und sie schätzt ihre flexiblen Arbeitszeiten, besonders jetzt, wo die Kindergärten geschlossen haben und Elias zu Hause ist.

Seit 4. Mai sind Gottesdienste wieder erlaubt.

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