Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Für eine moderne Kommune ist es längst kein schmückendes Beiwerk mehr, die Elektromobilität zu fördern, sondern Teil der Daseinsvorsorge im Bereich Verkehrsinfrastruktur. Diese Überzeugung nimmt in Gräfelfing nun Gestalt an in Form eines Ladesäulenkonzeptes, das zunächst fünf Standorte vorsieht.
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Die bisher einzige öffentliche Ladestation für Elektro-Fahrzeuge in Gräfelfing an der Ecke Steinkirchner-/ Bahnhofstraße wurde 2016 eröffnet und ist veraltet. Das neue Konzept sieht in diesem Bereich zwei neue La desäulen für vier Stellplätze vor.

Zunächst fünf Standorte vorgesehen

Gräfelfing: Neues Konzept für Ladesäulen

  • Martin Schullerus
    vonMartin Schullerus
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Für eine moderne Kommune ist es längst kein schmückendes Beiwerk mehr, die Elektromobilität zu fördern, sondern Teil der Daseinsvorsorge im Bereich Verkehrsinfrastruktur. Diese Überzeugung nimmt in Gräfelfing nun Gestalt an in Form eines Ladesäulenkonzeptes, das zunächst fünf Standorte vorsieht.

Gräfelfing– Im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität (der bei diesem Thema seinem Namen so gerecht wurde wie nie) referierte jetzt Michael Valentine-Urbschaft von der eze.network GmbH, einem der führenden Anbieter für Ladeinfrastruktur. Der ausgewiesene Fachmann verdiente sich seine Sporen über viele Jahre in der Automobilindustrie (BMW).

Er schilderte die Situation bei der Elektromobilität in der Region München als desolat. Die Landeshauptstadt sei zwar mit über 1000 Ladestationen bundesweit Spitze und wolle ihr Netz stark verdichten, doch der Landkreis München hinke noch hinterher. Immerhin gelte hier das Ziel, bis 2025 mindestens 500 öffentliche Ladesäulen anzubieten. Auf das Würmtal heruntergebrochen müssten es zunächst rund 50 sein.

Bisher einziger Standort veraltet

Für Gräfelfing machte Valentine-Urbschat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung fünf erste Standorte als geeignet aus. Zunächst ist das der bisher einzige, im Jahr 2016 eröffnete und inzwischen mit veralteter Technik versehene Standort Ecke Bahnhof-/Steinkirchner Straße. Hier sollen zwei neue Säulen vier Elektrostellplätze bedienen. Ein zweiter Standort ist in der Bahnhofstraße in der Nähe zur Rottenbucher Straße (Hausnummer 88) vorgesehen: eine Säule für zwei Stellplätze. Auf dem Rathausplatz, bei der Busstation, soll ebenfalls eine Säule zwei Stellplätze abdecken, außerdem gibt es zwei geplante Standorte im Gewerbegebiet: Vor dem Doemens-Neubau in der Lohenstraße und in der Straße Am Haag.

Michael Valentine-Urbschat trat nicht selbstlos auf; er rechnet sich mit seiner Firma gute Chancen aus, auch den Auftrag zu bekommen. Denn eze.network ist Investor und Betreiber von Ladestandorten. Ihr All-inclusive-Angebot reicht vom Bau ab Fundament bis zu Betrieb, Abrechnung und Service. Das Prinzip ist bestechend einfach und soll nicht zuletzt mit dem Chaos von aktuell 20 unterschiedlichen Säulen- und Bezahltypen im Landkreis München aufräumen. Bezahlt wird mit der EC-Karte, zusätzlich können auch die meisten Ladekarten genutzt werden. Berechnet wird sowohl die Parkzeit als auch der geladene Strom. Die Mischkalkulation von 30 Cent pro kWh und 1 Euro pro Stunde soll verhindern, dass die Stellplätze (auch von E-Autos) belegt werden, ohne zu laden. Und wenn, schadet es dem Betreiber nicht, der sich vor allem über die Standzeit finanziert.

Gemeinde zahlt monatliche Pauschale

Die Gemeinde bezahlt an eze.network eine Pauschale von 52 Euro pro Stellplatz und Monat, bekommt aber die Hälfte der Standgebühren: Sobald der Betreiber 104 Euro an Standgebühr kassiert hat, ist die Gemeinde bei einer schwarzen Null. Alle Einnahmen darüber hinaus verbleiben dem Betreiber.

Im Fachausschuss des Gemeinderates fand das Konzept viel positiven Widerhall. Das Gremium beschloss gegen eine Stimme, auf diesem Weg fortzufahren.

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