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Strahlen beim Test lauf mit der neuen Leuchte um die Wette (v.li.) : Gemeinderat Benno Stübner, Klimaschutzmanagerin Sabrina Schröpfer und Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst.  

Pilotprojekt zur Stromeinsparung

Gräfelfingern geht ein intelligentes Licht auf

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Bei Annäherung Licht: Die Gemeinde Gräfelfing testet derzeit ein System, das für Stromeinsparungen bei der Straßenbeleuchtung sorgen soll – ganz ohne Einbußen bei der Sicherheit.

Gräfelfing–Die Bürger können sich bei Dunkelheit selbst davon ein Bild machen; es handelt sich um zehn neue Leuchten, die entlang des Weges um das Feuerwehrgelände montiert sind. Diese Lampen sind mit dem intelligenten Lichtsteuersystem „Clever Light“ ausgestattet. Sie sind auf eine niedrige Basishelligkeit von nur 10 bis 20 Prozent gedimmt. Sobald sich ein Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeug nähert, stellen die Sensoren der Leuchten das fest, und das Licht wird auf einen zuvor eingestellten Wert hochgefahren – bis zu 100 Prozent. Nach ein oder zwei Minuten (ebenfalls programmierbar) fahren die Leuchten wieder auf Basishelligkeit herunter. Weil die Leuchten untereinander kommunizieren, begleiten sie beispielsweise einen Fußgänger mit einer fortschreitenden Lichtwelle entlang der Straße.

Der Testlauf in Gräfelfing geht auf einen Vorschlag aus der Bürgerwerkstatt Energiewende Gräfelfing (BüWEG) zurück und wurde von Klimaschutzmanagerin Sabrina Schröpfer auf Verwaltungsseite betreut. Der Weg zwischen Feuerwehr und Maltesern bot sich an, weil hier ohnehin eine neue Beleuchtung benötigt wurde.

Das System kostet 10 Prozent mehr als herkömmliche LED-Leuchten und spart im Vergleich zu diesen etwa 90 Prozent Strom. Doch ist die Ersparnis weit geringer als jene durch den Umstieg von Natriumdampflampen auf LED, den die Gemeinde längst vollzieht. Ob und in welchem Umfang Gräfelfing das System einführt, muss der Gemeinderat auf Grundlage des Pilotprojektes entscheiden. 

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