Eine Radl-Autobahn bis in die Landeshauptstadt München will die Gemeinde Gräfelfing den Fahrradbegeisterten bieten. Dafür asphaltiert sie rund 1,5 Kilometer Wirtschaftswege entlang der A 96.
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Von zu Hause bald auf der Fahrradautobahn nach München: Die Bewohner der  Heitmeiersiedlung begrüßen die Pläne der Gemeinde, den Wirtschaftsweg Richtung München drei Meter breit zu asphaltieren. 

Gräfelfing asphaltiert Wirtschaftswege

Radl-Autobahn bis München

  • Martin Schullerus
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Eine Radl-Autobahn bis in die Landeshauptstadt München will die Gemeinde Gräfelfing den Fahrradbegeisterten bieten. Dafür asphaltiert sie rund 1,5 Kilometer Wirtschaftswege entlang der A 96.

Gräfelfing– Die Gemeinde Gräfelfing meint es ernst mit ihrem Bemühen, das Radwegenetz quantitativ und qualitativ zu verbessern. Neben punktuellen Maßnahmen wie der aktuellen Überarbeitung der Radverkehrsführung am Kreisverkehr Lochhamer-/ Friedenstraße soll auch die schiere Ausdehnung der Radwege in heutigem Standard vergrößert werden.

Paradebeispiel ist das jüngste Projekt, das der Gemeinderat am Dienstag gegen nur eine Stimme beschlossen hat. Dabei geht es um die Wirtschaftswege, die parallel zur A 96 verlaufen. Einer davon führt von der Heitmeiersiedlung im Norden der Autobahn ostwärts und mündet an der Ortsgrenze zur Landeshauptstadt München in eine dort schon seit Jahren als Radweg asphaltierte Piste.

Der zweite Weg verläuft parallel dazu im Süden der Autobahn vom Gewerbegebiet Lochhamer Schlag (Nähe Am Haag) nach Osten, mit einer Abzweigung in die alte Unterführung der Autobahn nach 400 Metern. Diese beiden Wege, Letzterer nur bis einschließlich der Unterführung, sollen nun für Radfahrer hergerichtet werden. Die geschotterten Wege werden mit einem Grader planiert und dann mit einer drei Meter breiten Tragdeckschicht aus offenporigem Asphalt versehen. Die Bauweise ist analog zu jener des Weges nach Freiham.

Kostenpunkt: 100 000 Euro

Die Arbeiten auf der knapp 1,5 Kilometer langen Gesamtstrecke wird die Firma Richard Schulz aus Gilching übernehmen, mit der die Gemeinde Gräfelfing einen Rahmenvertrag für Tiefbauarbeiten abgeschlossen hat. Die Kosten sollen knapp 100 000 Euro betragen.

Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität des Gräfelfinger Gemeinderates begrüßte die Maßnahme einstimmig. Die Zahl der Fahrradpendler habe in den letzten Jahren und erst recht durch Corona zugenommen, hieß es. Außerdem sei die Strecke im Windschatten der Lärmschutzwand in der kalten Jahreszeit oft vereist und mit Pfützen übersät. Die Arbeiten sollen noch vor dem Herbst beendet sein.

Gräfelfing ist Pilotgemeinde in Sachen Radwege.

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