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Markus Wasmeier als prominenter Werbepartner für den Lawinenrucksack, den Peter A. herstellte.  

Darum geht es

Markus Wasmeier verklagt früheren Werbepartner - Jetzt gibt es ein Urteil

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Markus Wasmeier (55), Doppel-Olympiasieger von Lillehammer (1994), verklagte einen Lawinen-Airbag-Hersteller aus Gräfelfing wegen eines offenen Honorars. Jetzt gibt es ein Urteil. 

Update, 18. Februar: Markus Wasmeier (55), Doppel-Olympiasieger von Lillehammer (1994) hat vor dem Landgericht München I einen wichtigen Sieg errungen. Ein Lawinen-Airbag-Hersteller aus Gräfelfing, früherer Werbepartner der Ski-Legende, muss dem 55-Jährigen zwei ausstehende Honorare zahlen.

Das gestern von Richterin Anja Hambach verkündete Urteil wurde nur im Tenor bekannt. Eine Begründung steht noch aus. Die Vorsitzende erklärte lediglich, dass sie zu der Erkenntnis gelangt sei, dass Wasmeier – den sie lediglich als Kläger bezeichnete – Ansprüche auf die Bezahlung der beiden vereinbarten Geschäftszeiträume habe. 

Der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens, Peter A., hatte zu Prozessauftakt im Dezember vergangenen Jahres berichtet, dass pro Saison 20.000 Euro Honorar ausgemacht worden seien. Von einer doppelten Bezahlung wusste er allerdings nichts. Der nun im Urteil ausgelobte Betrag von 23.800 Euro ergab sich laut Richterin aus den Zinsen.

Zusätzlich zu diesen vom Gericht aufgestockten Honoraren wurde noch die einmalige Zins-Rückerstattung von 2893 Euro anberaumt. Weder der Kläger, also Wasmeier, noch sein Anwalt Thomas Marquis oder ein Vertreter der beklagten Firma kamen zur Unrteilsverkündung in den Justizpalast. Die Kooperation des Riesenslalom-Weltmeisters von Bormio (1985) war mit hoffnungsvollen Zukunftsperpektiven abgeschlossen worden. 

Der damalige Chef, ein älterer Herr, hatte dem Schlierseer in Aussicht gestellt, in das Unternehmen einsteigen oder es sogar zu übernehmen zu können. Wasmeier soll das Rettungsgerät, das für den allgemeinen Tourengeher gedacht war, gefallen haben. Deshalb ließ er sich auch auf ein Honorar ein, das unter seiner üblichen Vereinbarung mit Werbepartnern lag.

Denn die Zusammenarbeit begann mit erheblichen Startschwierigkeiten. Die zunächst einmal vereinbarte Umsatzbeteiligung fiel gleich flach, weil eine Rückrufaktion wegen eines defekten Zuliefererteils den Verkauf praktisch zum Erliegen gebracht hatte. Schweren Herzens bot Geschäftsführer Peter A. dem ehemaligen Skistar 20.000 Euro an. 

Dabei soll Wasmeier ihm sogar noch entgegen gekommen sein, erinnerte sich der 76-Jährige als Zeuge. Im Oktober 2017 hatte er seine Firma verkauft. Aus einer Übernahme des Schlierseers war also nichts geworden. Wasmeiers Klage richtete sich demnach gegen die Nachfolger von Peter A.. Die Firma hat heute ihren Sitz in München. Zu ihren Werbepartnern zählt der Garmisch-Partenkirchner Ski-Rennfahrer Felix Neureuther, dem es bei der am Sonntag in Schweden zu Ende gegangenen WM nicht vergönnt war, eine Medaille zu gewinnen.

Ursprünglicher Artikel vom 18. Dezember 2018

Gräfelfing – Zum Gerichtstermin am Montag vor dem Landgericht München I erschien Markus Wasmeier nicht persönlich; seinem Anwalt zufolge hatte er einen wichtigen Arzttermin. Richterin Anja Hambach bedauerte das Fernbleiben des ehemaligen Skistars aus Schliersee. Als einziger Zeuge stand ihr somit nur der einstige Geschäftsführer (76) der von Wasmeier beklagten Firma aus Gräfelfing zur Verfügung.

Der 76-Jährige hatte im Dezember 2015 einen Kooperationsvertrag mit dem Riesenslalom-Weltmeister von Bormio (1985) geschlossen. Wasmeier sollte für den Airbag werben, an dem Peter A. zehn Jahre getüftelt hatte. „Wir suchten einen Meinungsbildner und kamen auf Herrn Wasmeier“, berichtete der ältere Herr. Seine Firma hatte er im Oktober 2017 verkauft. Deshalb richtete sich die Klage auch genau genommen nicht gegen ihn, sondern gegen den Folge-Unternehmer.

Partnerschaft mit Markus Wasmeier unter keinem guten Stern

Die Partnerschaft stand allerdings unter keinem guten Stern. Von Anfang an war klar, dass der Gräfelfinger nicht wie andere Werbepartner Wasmeiers mit dem von ihm gewohnten Honorar würde dienen können. Doch da es sich um ein Rettungsgerät handelte, das einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte, willigte Wasmeier ein. Zudem offerierte ihm der Geschäftsführer, dass es für ihn in der Firma eine Zukunft geben könnte. Der Schlierseer soll sich interessiert gezeigt haben, in das Unternehmen einzusteigen oder es eventuell auch zu übernehmen. Vereinbart wurde zunächst einmal eine Umsatzbeteiligung.

Doch dann brach der Umsatz so stark ein, dass Peter A. mit Wasmeier nachträglich und schweren Herzens eine Zahlung von 20 000 Euro pro Saison aushandelte. Der Ex-Skistar sei ihm bei dieser Zahlungsidee noch entgegengekommen, erinnerte sich der Zeuge. Grund für den Einbruch war eine unverschuldete Rückrufaktion wegen eines defekten Zulieferteils. Die Firma hoffte, sich im kommenden Sommer wieder aufstellen zu können.

Markus Wasmeier klagt - Entscheidung soll im Februar fallen

Peter A. versicherte am Montag vor dem Landgericht mehrfach, es seien zwei Summen von jeweils 20 000 Euro vereinbart worden, und diese habe er auch pünktlich ausbezahlt. Dass die doppelte Summe ausgemacht worden wäre, bestritt er. Eine von der Richterin vorgeschlagene gütliche Einigung wurde abgelehnt. Markus Wasmeiers Anwalt erbat sich noch einmal Zeit, weitere Schriftstücke vorzulegen. Eine Entscheidung soll am 18. Februar nächsten Jahres fallen.

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