600 Radfahrer pausierten am Gräfelfinger Bahnhofplatz, bevor sie zur Demonstration anlässlich der IAA in die Innenstadt fuhren.
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Kraft und Wasser tanken: Rund 600 Radfahrer pausierten am Gräfelfinger Bahnhofplatz, bevor sie zur Demonstration in die Innenstadt fuhren.

Sternfahrt des ADFC

Gräfelfing Treffpunkt für 600 Radler

  • VonLara Listl
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Anlässlich der IAA demonstrierten am Samstag tausende Menschen in der Münchner Innenstadt gegen die Klimazerstörung der Autoindustrie. Der ADFC richtete eine Fahrrad-Sternfahrt aus. Von Gräfelfing aus radelten 600 Teilnehmer zur Theresienwiese.

25 000 Menschen demonstrierten laut Veranstalter am Samstag anlässlich der IAA mit einer vom ADFC ausgerichteten Fahrrad-Sternfahrt für eine sofortige Mobilitätswende. Auf 17 verschiedenen Routen radelten die Teilnehmer aus dem Münchner Umkreis in die Innenstadt. „Im Würmtal hat alles ausgezeichnet funktioniert“, sagt Martin Feldner, Gräfelfinger Gemeinderat (Grüne) und Sternfahrt-Versammlungsleiter Würmtal.

Statt über die A96 mussten die Teilnehmer über Pasing radeln

Für alle Radfahrer aus dem Südwesten fand die letzte Pause um 13 Uhr vor dem Bürgerhaus am Gräfelfinger Bahnhofplatz statt. Rund 600 Teilnehmer, unter anderem aus den Würmtal-Gemeinden Planegg, Neuried, Krailling und Gauting, hatten bei der 20-minütigen Pause die letzte Gelegenheit, ihre Wasserflaschen aufzufüllen. Dafür hatten Würmtaler Vertreter des Aktionsbündnisses #aussteigen – Mobilitätswende jetzt! extra einen Hydranten am Bahnhofsplatz installiert.

Anschließend radelten die 600 Teilnehmer zu der großen Demonstration auf die Münchner Theresienwiese. „Relativ enttäuschend war, dass wir nicht über die Autobahn fahren konnten“, sagt Feldner, der wegen eines eingegipsten Beins nur bis zum Feuerwehrhaus mitfuhr. Statt über die A96 radelten die Teilnehmer über Pasing. Das Kreisverwaltungsreferat hatte die Nutzung der A96 im Münchner Westen sowie der A94 im Osten abgelehnt.

Die Klage kam beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof nicht durch

Die anschließende Klage kam beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof nicht durch. Feldner: „Die Entscheidung fiel erst am Donnerstag, da hatten wir dann alle Hände voll zu tun, die Abfahrtszeiten vorzuverlegen und die Termine auf den Plakaten zu überkleben.“ Um mit der Klage noch vor das Bundesgericht zu ziehen, sei die Zeit zu knapp gewesen. „Es war eine schöne, friedliche, bunte und fröhliche Demonstration“, berichtet Martina Tollkühn, Kommunikationsreferentin beim ADFC München.  lia

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