Integratives Verkehrskonzept

„Der nächste logische Schritt“

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Die Gemeinde Gräfelfing geht den nächsten Schritt auf der Suche nach Lösungen für ihre Verkehrsprobleme. Ein Fachbüro, das erst gefunden werden muss, soll ein integriertes Verkehrskonzept erarbeiten.

Gräfelfing – Die grobe Richtung gab die Klausurtagung des Gemeinderates am 20. Januar vor. Wie berichtet, formulierten die Gemeinderäte dort zwei Ziele. Erstens sollte der Durchgangsverkehr bis 2030 nachhaltig reduziert, baulich verlangsamt und „zum Schutz von Wohngebieten bewusst geführt“ werden. Mögliche Maßnahmen seien ein Verkehrsberuhigungskonzept und eine Entlastungsstraße. Zweitens sollte bis 2030 ein „attraktives, modulares Mobilitätskonzept“ etabliert werden, das sämtliche Verkehrsmittel umfasst und so den motorisierten Verkehr am Ort „deutlich reduziert“. Nun soll ein integriertes Verkehrskonzept aufzeigen, wie diese Ziele zu erreichen sind.

Katharina Weber von den Grünen, die auch einen entsprechenden Antrag gestellt hatten, sagte im überörtlichen Ausschuss am Donnerstag, dies sei „der nächste logische Schritt“ zur Umsetzung der gefassten Ziele. Gleichwohl fiel es nicht allen Gemeinderäten leicht, diesen Schritt zu gehen. Petra Schmid (CSU) wies darauf hin, es gebe doch bereits eine Vielzahl von verkehrstechnischen Untersuchungen. Man könne nicht immer weiter untersuchen, nur weil einem die bisherigen Ergebnisse nicht passten. Schmid: „Ich sehe den Mehrwert dieses Konzeptes nicht.“

Auch die alte Diskussion pro und contra Entlastungsstraße brach sich einmal mehr Bahn. Günter Roll (BVGL) beharrte darauf, diese Straße zuerst zu bauen, und erst danach „ergänzende Verkehrsmaßnahmen“ vorzunehmen. „Höchstens parallel“ solle vorgegangen werden. Just diese Parallelität sei in einem Gesamtkonzept gegeben, antwortete Bürgermeisterin Uta Wüst. Franz Lang (SPD) und Jörg Scholler (FDP) sprachen sich entschieden für das integrierte Verkehrskonzept und gegen ein Vorpreschen mit Einzelmaßnahmen aus.

Thomas Heidenreich (CSU) mahnte an, den Blick zu weiten und auch die Umgehungsstraße, die im Bürgerentscheid 2013 abgelehnt wurde, noch mal in die Untersuchung einzubeziehen. Dafür gab es keine Mehrheit. Am Ende stimmte nur Petra Schmid gegen die Ausschreibung des Verkehrskonzeptes.

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