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Feierten das Jubiläum im Bürgerhaus: (v.li.) Erich Langner, Sarah Trauner, Anna und Andreas Maisberger.

120 Jahre Gräfelfinger Schützengesellschaft

Würmtaler I verstehen zu feiern

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Seit 120 Jahren gibt es die Schützengesellschaft Würmtaler I Gräfelfing. Am Wochenende zeigten die 75 Mitglieder, dass sie nicht nur schießen, sondern auch feiern können.

Gräfelfing – Sportlich gesehen, haben die Mitglieder der Schützengesellschaft Würmtaler I Gräfelfing einiges drauf, vor allem, seit sie Damen in ihren Reihen haben. Doch nicht nur das: „Ich glaube, im Bürgerhaus wurde noch nie so ausgiebig getanzt und gefeiert, wie an diesem Samstag“, meint Andreas Maisberger, der 2. Schützenmeister des Vereins.

Das 120-jährige Bestehen der Schützengesellschaft bot allen Grund dazu. Der Verein steht gut da. 75 Mitglieder zählt er aktuell. Um den Nachwuchs braucht er sich nicht zu sorgen. Das jüngste Mitglied ist 13 Jahre alt. Am Freitag gab es zunächst einen Festakt für die Mitglieder, am Samstag die Feier im Bürgerhaus mit 180 Gästen. Anders als sonst waren nicht die Schützen des Gaus geladen, dazu fehlte der Volksfestplatz. Dafür durften die Gräfelfinger mitfeiern. „Die Tanzfläche war bis zum Schluss voll“, so der 1. Schützenmeister Erich Langner.

Seit 1981 beim TSV Gräfelfing zu Hause

Veränderungen waren für die Schützengesellschaft meist von Vorteil. 1899 nahm der Verein mit rund 25 Mitgliedern in der Wirtschaft von Andreas Kotzbauer an der Stephanusstraße seinen Anfang. Längst ist er beim TSV Gräfelfing zu Hause. „Wir haben damals den Rohbau hingestellt bekommen, mit verputzten Wänden und gefliesten Böden“. Dann investierten die Mitglieder 1700 Arbeitsstunden. 1981 wurde eröffnet.

Als Langer damals im Alter von 14 Jahren zu den Schützen stieß, war das ein reiner Männerverein. „Es hat sich nie eine Frau beworben und das ist auch nie forciert worden.“ Aber Mitte der 1990er wurde die Jugend unruhig. Die Jungen wollten ihre Freundinnen dabei haben. „Da gab es eine Diskussion“, erinnert sich Langner. Die Mutter eines Jungschützen, Anita Schmidt, war schließlich die erste Frau, die die Männer zuließen. Die Entscheidung war nicht verkehrt. „Die Frauen haben auch sportlich eingeschlagen“, sagt Langner. Mit Sarah Hörner, heute Trauner, stellte der Verein eine Bayerische Meisterin. „Die Männer haben es auch zur Bayerischen Meisterschaft geschafft, aber halt nie aufs Trepperl“, so Langner. Die Innovation hat sich gelohnt. Genau wie das Sauschießen, das der Verein seit 15 Jahren veranstaltet. Jüngst brachte es ihm wieder fünf neue Mitglieder. Es wird sich zeigen, ob das rauschende Fest am Samstag ebenfalls eine solche Wirkung hat.

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