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Beim Neujahrsempfang in der Pfarrei St. Johannes Evangelist hatte Peter Köstler, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats (2.v.r.), im Januar noch beklagt, dass es mit der Gründung des Pfarrverbands nicht vorangeht. Zum 1. September ist es jetzt soweit, und es kommt auch ein neuer Pfarrer.

St. Stefan und St. Johannes Evangelist bilden Pfarrverband 

Gräfelfing bekommt neuen Pfarrer

Gräfelfing - Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Die Pfarreien Gräfelfing und Lochham werden ab September zu einem Pfarrverband. Auch der Name des künftigen Pfarrers steht jetzt fest. Und er bringt Verstärkung mit.

Verschoben ist nicht aufgehoben. Der Pfarrverband von St. Stefan in Gräfelfing und St. Johannes Evangelist in Lochham kommt zum 1. September. Und mit Markus Zurl auch ein neuer Pfarrer. Das Erzbischöfliche Ordinariat in München hat nun Fakten geschaffen. Darüber freuen sich nicht nur die Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Thomas Heidenreich und Peter Köstler.

Markus Zurl habe sich auf die Stelle beworben, sagt Christoph Kappes, Sprecher des Ordinariates. Der Niederbayer ist 42 Jahre alt, 2005 in München zum Priester geweiht worden und gehört der „Gemeinschaft Emmanuel“ an, für die er derzeit in Altötting tätig ist. Mit Zurl ist den Gräfelfingern der Wunsch nach einem jungen Pfarrer erfüllt worden, einem, der eventuell so lange bleiben könnte, wie seine Vorgänger. Pfarrer Jürgen Rintelen leitet St. Johannes Evangelist seit 43 Jahren. Gräfelfings Pfarrer Anton Schönau verabschiedete sich 2015 nach 20 Jahren. Während sich die Katholiken nun auf ruhigere Zeiten freuen, hat auch ihr künftiger Hirte die Stille gesucht. Er weilt in Jordanien und macht Exerzitien in der Wüste.

Pfarrer Rintelen freut sich, „dass endlich Klarheit herrscht“. Ruhe sucht er aber noch nicht. Und das, obgleich er kommende Woche seinen 85. Geburtstag feiert und im September endlich in Ruhestand gehen könnte. Er sagt: „i.R. heißt in Reichweite“. Er habe vor, im Herbst in das Betreute Wohnen im Caritas-Altenheim St. Gisela in Gräfelfing zu übersiedeln. Das habe er schon länger geplant, schließlich hätte der Pfarrverband bereits im September 2015 kommen sollen. Er bietet seinem Nachfolger an, weiterhin in St. Gisela und im Rudolf-und-Maria-Gunst-Haus Gottesdienste zu halten. „Nur noch die Extremitäten hängen zu lassen, das geht nicht“, findet der Pfarrer.

Markus Zurl kann also auf Unterstützung hoffen. Und weitere Hilfe ist ihm zugedacht. „Es wird noch ein Priester von der Gemeinschaft Emmanuel mitkommen, der als Pfarrvikar tätig sein soll“, sagt Ordinariatssprecher Kappes. Damit kommen im September gleich zwei neue Seelsorger ins Würmtal.

Auch Gräfelfings Diakon Wolfgang Kustermann werde den Gräfelfingern erhalten bleiben, um den Übergang zu begleiten, erklärt der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Stefan, Thomas Heidenreich. Pfarrvikar Pater Peter Conrads hingegen dürfe sich als Ruheständler eine neue Aufgabe suchen.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Johannes Evangelist, Peter Köstler, begrüßt, dass Zurl bereits Erfahrungen mit einem Pfarrverband (Baldham-Vaterstetten) gesammelt habe. Auch die beiden Pfarrgemeinderäte üben bereits Zusammenarbeit. Vergangenes Wochenende fanden gemeinsame Einkehrtage statt. Künftig soll es auch gemeinsame Pfarrgemeinderatssitzungen geben.

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