„Paradestück Doemens-Verbleib in Grälfing“

Halbzeitbilanz der Bürgermeisterin

Zur Halbzeit der Legislaturperiode haben Bürgermeisterin Uta Wüst und die Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing Bilanz gezogen.

GräfelfingBei einer Gesprächsrunde mit Bürgern, IGG-Gemeinderäten und Mitgliedern am Mittwochabend berichtete  Bürgermeisterin Uta Wüst über die Gräfelfinger Kommunalpolitik. Sie sei stolz, dass man es geschafft habe, 2016 den Claim für das ersehnte Geothermie-Projekt zu übernehmen. Wüst: „Wir starten jetzt im Mai mit der Akquise bei den Bürgern, um zu schauen, wie viele Haushalte Interesse dafür zeigen.“ Als Paradestücke 2016 bezeichnete Wüst außerdem, dass sie die Akademie Doemens am Ort halten konnten und die Schaffung einer weiteren Kindergartengruppe. In diesem Sektor gebe es noch eine weitere erfreuliche Neuerung, informierte Wüst. Ab September wird die private Einrichtung „Die kleinen Ritter“ noch um eine Waldkindergartengruppe erweitert.

Ein kommunales Projekt, das bereits begonnen hat, aber die Gemeinde noch einige Zeit beschäftigen dürfte, ist der Schulcampus Lochham. Dort wurde im letzten Jahr mit dem Bau des neuen Südtrakts für die Grund- und Mittelschule Lochham begonnen. Im Anschluss entstehen ebenfalls auf dem Gelände die viel diskutierte Dreifachturnhalle und ein neues Schwimmbecken. Das sei mit 15 Millionen Euro ein richtig großer Brocken. Damit seien große Finanzmittel gebunden, und die wünschenswerte Vergrößerung der Bücherei müsse weiter warten.

Ein weiteres wichtiges Projekt soll noch vor der Sommerpause in trockene Tücher gebracht werden: die bauliche Konzeptionierung des seit letzten Oktober von der Rudolf- und Maria-Gunst-Haus gGmbH betriebenen Seniorenwohnheims. Einiges tue sich auch im Gewerbegebiet. Hier riss Uta Wüst das Parkhausprojekt mit einem Restaurant ebenso an wie das Gräfelfinger Dauerthema kommunale Entlastungsstraße. Wobei sie bei Letzterem auf die vergangene Woche stattgefundene Bürgerwerkstatt „Verkehr“ verwies: „Die Ergebnisse werden bald auf der Homepage zu sehen sein.“

Bei der nachfolgenden Fragerunde wollte ein Bürger von Bürgermeisterin Wüst wissen, warum Immobilien wie in der Stefanusstraße leer stünden. Da lägen teilweise noch Sondernutzungsrechte darauf, antwortete Wüst. Ansonsten vermiete die Gemeinde alles, was tatsächlich vermietbar sei. Wann denn der desolate Zustand der Bahnhofstraße angegangen werde, fragte ein anderer Gräfelfinger. Die getätigten Flickarbeiten seien doch peinlich für so eine reiche Gemeinde. Das würde im Zusammenhang mit dem Aufbau des Fernwärmenetzes behoben werden, so Wüst. Die Straßenbauarbeiten seien für 2018 geplant.

Carolin Högel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wildes Plakatieren
Die Plakatierverordnung der Gemeinde Gräfelfing, die in diesem Wahlkampf in aktualisierter, eindeutiger Form gilt, ist gleich von mehreren Parteien verletzt worden. Die …
Wildes Plakatieren
Firma bringt Unterlagen nicht bei
Eine erste Frist ist verstrichen, eine Verlängerung wurde gewährt. Der Bausachverständige, der die Mängel an der Neurieder Mehrzweckhalle beurteilen soll, wartet weiter …
Firma bringt Unterlagen nicht bei
Gum-Bauer fordert stärkere Kontrolle
Die Berechnungen für die Sanierung der Grundschule in der Josef-von-Hirsch-Straße und den Neubau der Turnhalle bringen Max Gum-Bauer auf die Palme. „Sämtliche …
Gum-Bauer fordert stärkere Kontrolle
Ungültige Wahlscheine im Visier
Der Trend zur Briefwahl ist auch im Würmtal ungebrochen. Die Wahlhelfer in Gräfelfing, Neuried und Planegg stellt das heuer vor besondere Herausforderungen. Schuld ist …
Ungültige Wahlscheine im Visier

Kommentare