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Messe in der Wüste: In Jordanien leitete Gräfelfings künftiger Pfarrer Markus Zurl zwei Wochen lang Exerzitien.

Martin Siodmok wird Gräfelfings künftigen Pfarrer Markus Zurl unterstützen

Zwei Seelsorger für neuen Pfarrverband

Gräfelfing  - Die Gräfelfinger Pfarrgemeinden St. Stefan und St. Johannes Evangelist bekommen mit Markus Zurl einen neuen Pfarrer- Der 42-Jährige kommt nicht allein. Er erhält aus der "Gemeinschaft Emmanuel" einen Seelsorger zur Unterstützung.

In der Wüste Jordaniens leitete Markus Zurl gerade zwei Wochen lang Exerzitien. Als bekannt wurde, dass er der neue Pfarrer von Gräfelfing und Lochham sein wird, wanderte er über die Dünen. Jetzt ist Zurl zurück, um die Jugendostertage mit 500 jungen Leuten in Altötting vorzubereiten. Ab 1. September wird er dann als neuer Pfarrer im Würmtal wirken und versuchen, die Menschen zu Christus zu führen, wie er sagt. „Ich möchte die Menschen vom Glauben begeistern.“ Das sei eine große Aufgabe – und nicht die einzige. Er soll die Pfarreien von St. Stefan und St. Johannes Evangelist in einem Pfarrverband zusammenführen.

In beiden Fällen bekommt Zurl Hilfe von Martin Siodmok, derzeit Kaplan in Vaterstetten. Dieser ist jung. Der 32-Jährige wurde 2013 in München zum Priester geweiht. Aber auch Zurl ist noch nicht alt. Der 42-Jährige ist seit 2005 Priester. Die beiden Seelsorger gehören zur „Gemeinschaft Emmanuel“ und werden im Würmtal zusammen leben. Zurl ist derzeit für die Gemeinschaft Emmanuel freigestellt; er arbeitet in Altötting für die „Emmanuel School of Mission“ (ESM) und begleitet junge Männer auf der Berufungssuche. Er selbst habe einmal ebenso eine Schule in Frankreich besucht, um sich darüber klar zu werden, ob er Priester werden wolle, erzählt Zurl. Eigentlich habe er damals Landschaftsarchitektur in Weihenstephan studiert. Bis zum Vordiplom sei er gekommen. Dann kam das Jahr in Frankreich. „Dann bin ich ins Priesterseminar gegangen“, erzählt er. In Altötting habe er seit vier Jahren nur mit jungen Menschen zu tun. „Ich hoffe, ich kann etwas von dem Schwung und dem Elan, den ich hier erlebe, auch mitnehmen.“ Er komme gerne nach Gräfelfing und Lochham, so Zurl. Insbesondere, da er bei seiner derzeitigen Aufgabe jeden Herbst einen neuen Jahrgang von Studenten begrüße, diesen ein Jahr lang intensiv begleite, um dann wieder loszulassen. Nach vier Jahren an der Schule in Altötting freue er sich deshalb auf Beständigkeit in einer Pfarrei.

Was es heißt, einen Pfarrverband zu errichten, weiß Zurl. Wie sein Mitbruder Siodmok war auch er einmal Kaplan in Vaterstetten. Damals galt es, mit Baldham einen Verband zu gründen. Er habe gelernt, „dass man da sehr sensibel sein muss“, sagt er. Viele Menschen, die etwas lieb gewonnen hätten, müssten mit Veränderungen klar kommen. Ihm geht es derzeit nicht anders.

Seine Exerzitien in der Wüste leitete Zurl heuer bereits zum fünften Mal. „Und das war jetzt das letzte Mal“, sagt er. Als Pfarrer sehe er nicht mehr die Möglichkeit, sich zwei Wochen lang in die Wüste zu verabschieden. Gleichzeitig freue er sich aber, Neues zu beginnen und Mitte oder Ende August nach Gräfelfing zu ziehen. Vorher werde er aber schon einmal ins Würmtal kommen, um sich vorzustellen.

vs

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