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Hoffen auf ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt (v.li.): Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter, Planer Oliver Krombach, Seidlhof-Betriebsleiter Marco Zehner, Eberhard Reichert, Vorstandsvorsitzender der Seidlhof-Stiftung, und Stiftungsratsvorsitzender Wolfhard Schmick

Öko-Projekt von Seidlhof-Stiftung und Gemeinde Gräfelfing

Blühender Parkstreifen

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Gräfelfing - In ihrem Bemühen um alte heimische Pflanzenarten hat die Gräfelfinger Seidlhof-Stiftung jetzt buchstäblich vor der eigenen Haustür angesetzt – genauer: angesät.

Auf Anregung und unter finanzieller Beteiligung der Stiftung bekommt die Spitzlbergerstraße, in der auch der Seidlhof liegt, einen grünen, im Idealfall blühenden Parkstreifen eigener Prägung. Schon vor dem aktuellen Ausbau der Spitzlbergerstraße gab es auf der Nordseite, entlang des Seidlhof-Zauns, einen Grünstreifen, auf dem die Anlieger ihre Autos parkten. Dabei soll es bleiben – allerdings erst, sobald die neue Saat aufgegangen ist. Es handelt sich um eine einzigartige Samenmischung autochthoner Magerrasenpflanzen aus der Münchner Schotterebene, die einen widerstandsfähigen, genügsamen Schotterrasen hervorbringen sollen.

Die Samenmischung ist beeindruckend vielfältig. Sie besteht zu 60 Prozent aus Kräutersamen, zu 40 Prozent aus acht Gräsern, darunter Ruchgras, Zittergras, Schmalblättriges Rispengras und Schafschwingel. Unter den 55 Kräuterarten gibt es bekannte wie Schafgarbe, Kamille, Klatschmohn, Wiesen-Margerite oder Wegwarte, aber auch Exoten wie Wirbeldost, Labkraut und Mauerpfeffer.

Altbürgermeister Eberhard Reichert, Vorstandsvorsitzender der Seidlhofstiftung, verweist auf die geglückte Verbindung von gemeindlichem Wegebau und ökologischem Stiftungsauftrag, die sich in diesem kleinen Projekt niederschlage. Reichert: „Alle Seiten haben diese Idee sofort unterstützt; dafür sind wir sehr dankbar.“ Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter ermuntert die Anwohner, den neu angelegten Grünstreifen weiterhin als Parkfläche zu nutzen. Breiter: „Sowohl der Schotteraufbau, als auch die Bepflanzung sind darauf ausgelegt.“ Ein Miteinander von Auto und Ökologie soll in der Spitzlbergerstraße also im Wortsinn aufblühen.

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