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Erweiterung der Heitmeiersiedlung

Klotzen statt kleckern

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Die Gemeinde Gräfelfing will der Wohnungsnot mit einem Neubaugebiet im Osten der Heitmeiersiedlung begegnen. Dessen angedachte Dimensionen folgen dem Prinzip klotzen statt kleckern.

Gräfelfing – Die Starnberger Straße im Osten der Heitmeiersiedlung ist nur einseitig bebaut. Dass der angrenzende Acker sich für eine Bebauung anbietet, ist nicht neu, zumal schon vor Jahren von einem Einheimischenmodell an dieser Stelle die Rede war. Doch hatten die Heitmeier-Bewohner sich darunter schmucke Ein- bis Dreifamilienhäuser vorgestellt, sahen sie sich am Donnerstag im Bauausschuss bitter enttäuscht.

Architekt Christian Schwander vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hatte die Heitmeiersiedlung im Auftrag der Gemeinde auf ihre Erweiterbarkeit durch billigen Wohnraum abgeklopft. Er machte den Vorschlag, die Starnberger Straße zur „Starnberger Allee“ umzutaufen – und im Osten auf gesamter Länge dicht zu bebauen, zumal die Gemeinde dort große Flächen besitzt, die sich zum Baugrund umwidmen ließen.

Der Architekt schlug vor, in mehreren Bauabschnitten nach und nach eine Fläche von 37 000 m2 zu bebauen. Langgezogene Geschosswohnungsbauten würden sich im rechten Winkel zur Starnberger Straße Richtung Osten ziehen. Sie sollten drei bis vier Geschosse hoch sein, unterschiedliche Bautypen vom Reihenhaus mit Handtuch-Garten bis zum Wohnblock aufweisen und sich um „Wohnhöfe“ gruppieren. Insgesamt würden so 250 neue Wohnungen für 900 Bewohner entstehen. Heute leben in der Heitmeiersiedlung 417 Menschen in 220 Wohnungen, in Gräfelfing insgesamt 13 700 Einwohner. Die Sicherung der Gartenstadt, so der Architekt in unverblümter Offenheit, erfordere „alternative Wohnformen“ andernorts.

Bürgermeisterin Uta Wüst, die die Schwingungen aus dem Publikum wohl richtig deutete, betonte, es sei noch nichts beschlossen, und es werde eine eigene Versammlung geben, auf der die Bewohner der Heitmeiersiedlung sich äußern könnten. Allerdings halte sie das Konzept für einen „verträglichen Vorschlag“, und die Gemeinde brauche nun mal Wohnungen.

Erste Reaktionen der Gemeinderäte fielen gemischt aus. Florian Ernstberger (BVGL) begrüßte die Herangehensweise. Walter Frank (CSU) wies auf die Verkehrsproblematik hin. Zusätzliche rund 5000 Fahrten pro Tag müssten über die ohnehin überlastete Pasinger Straße abgewickelt werden.

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