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Hunderte trauernde Gäste nahmen Anteil , als Ernst Pritschet, Spielleiter der Lochhamer Laien-Bauern-Bühne, am Montag in Gräfelfing zu Grabe getragen wurde. Foto: fred rauscher

Trauerfeier für LLBB-Spielleiter Ernst Pritschet

„Letzter Vorhang und Schlussapplaus“

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Hunderte Trauergäste haben am Montag auf dem Gräfelfinger Friedhof Abschied genommen von Ernst Pritschet, langjähriger  Spielleiter der Lochhamer Laien-Bauern-Bühne.

Gräfelfing – „Nun ist Zeit für den letzten Vorhang und den Schlussapplaus.“ Mit bewegenden Worten hat Gräfelfings 2. Bürgermeister Peter Köstler am Montag seinen „väterlichen Freund“ Ernst Pritschet verabschiedet. Und tatsächlich brandete in der Aussegnungshalle, diesem Ort der Trauer, herzlicher Applaus auf. Das hätte Ernst Pritschet, dem „Pri“, sicher gut gefallen. Denn Theater, Bühne – und ja, auch der Applaus, waren sein Lebensinhalt. Wie berichtet, war der Mitgründer und langjährige Spielleiter der Lochhamer Laien-Bauern-Bühne (LLBB) am Mittwoch letzter Woche im Alter von 79 Jahren an einer schweren Krebserkrankung gestorben.

Schon die Vielzahl der Trauergäste – die Aussegnungshalle konnte nicht alle fassen – und erst recht die Trauerrede von Pfarrer Bernhard Liess sowie die Rede von LLBB-Vorstandsmitglied Peter Köstler machten deutlich, dass mit Ernst Pritschet ein wichtiger, vitaler Teil der Gräfelfinger Gesellschaft, ein „außergewöhnlicher Mensch und eine Persönlichkeit, die ihresgleichen sucht“ (Köstler), die Bühne des Lebens für immer verlassen hat.

Der omnipräsente Spielleiter sei „Gründer, Motor, Ideengeber und guter Geist“ des Vereins bis zuletzt gewesen. „Der Verein spielte die Hauptrolle in seinem Leben.“ In bayerischer Mundart zitierte Köstler aus dem Brandner Kaspar, dem Lieblingsstück des Laien-Spielleiters Pritschet, die Stelle über die Bedeutung der Gemeinschaft. So habe auch Ernst Pritschet seine Auszeichnungen, darunter die Silberne Bürgermedaille, zwar ausgesprochen genossen, jedoch nie für sich allein beansprucht, sondern stets das Ganze im Blick gehabt. Peter Köstler: „Wir sehen sein Lebenswerk als unseren Auftrag.“

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