Filmaufnahmen im Feuerwehrgerätehaus: Ein ganzes Jahr lang haben Stefanie Hickel (r.) und A ngeliki Fytokli den Gräfelfinger Feuerwehr-Nachwuchs bei Übungen und Veranstaltungen begleitet. Foto: Dagmar Rutt

Nachwuchs-Werbung

Jung-Feuerwehrler mit der Kamera begleitet

Gräfelfing – Um den Nachwuchs muss sich die Freiwillige Feuerwehr in Gräfelfing zurzeit keine Sorgen machen. Während in anderen Gemeinden das Interesse der Jugendlichen an diesem speziellen Ehrenamt schwindet, konnte man in Gräfelfing eigentlich nie über zu geringen Zulauf klagen. Aktuell zählt die Feuerwehr etwa 30 Mitglieder unter 18 Jahren, wie Jugendwart Thomas Hickel berichtet. Im Sommer werden wieder neue Mädchen und Jungen ab 14 Jahren aufgenommen, die dann die Jugendausbildung bei der Feuerwehr absolvieren.

Damit sich die künftigen Jung-Feuerwehrler auch vorstellen können, was sie in ihren zwei Lehrjahren erwartet, hat man sich in Gräfelfing dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht: einen Videodreh. Was auf der Website der Wehr salopp „wir haben in den letzten Jahren die Kamera ein wenig mitlaufen lassen“ genannt wird, ist das Ergebnis von eineinhalb Jahren Arbeit zweier Studentinnen für Medien- und Kommunikationsdesign an der Macromedia Hochschule in München. Im Rahmen eines studienbegleitenden Projekts haben Stefanie Hickel und Angeliki Fytokli einen Imagefilm gedreht, der die letzten zwei Jahre der Jugendausbildung bei der Feuerwehr Gräfelfing Revue passieren lässt.

Ein ganzes Jahr (ab Juli 2015) haben die beiden Studentinnen den Feuerwehr-Nachwuchs begleitet. Sie waren bei Übungen und Veranstaltungen zugegen, fuhren auf Ausflüge mit. „Bezahlt wurden wir mit Pizzen und Getränken“, erzählt Stefanie Hickel lachend. Und ihre Kommilitonin schildert begeistert, wie verständnisvoll junge aber auch ältere Kameraden auf die Filmaufnahmen reagiert haben. Nach dem Dreh ging es ans Sortieren, Schneiden und Vertonen. Und letzten Sonntag war es endlich soweit: Der Film konnte online gestellt werden.

In kurzen Sequenzen wechseln sich theoretische und praktische Elemente der Ausbildung ab, immer wieder aufgelockert durch die regelmäßig stattfindenden „teambildenden Maßnahmen“. Da sieht man die Jugendlichen beim Feuerlöschen, beim Aufhebeln eines Autodaches, aber auch bei gemeinsamen Unternehmungen wie Grillen, der Besuch eines Kletterparks oder dem Fußballspielen in „Ganzkörperbällen“.

Ob sich die Arbeit gelohnt hat? Spätestens im Sommer 2017 werden es die Studentinnen, aber auch die Gräfelfinger Feuerwehr wissen. Denn dann hat Jugendwart Thomas Hickel die Zahl der Mädchen und Jungen, die sich diesmal zur Jugendausbildung angemeldet haben.

Der Imagefilm der Freiwilligen Feuerwehr Gräfelfing ist auf deren Internetseite unter der Adresse www.feuerwehr-graefelfing.de zu sehen (unterhalb der Rubrik facebook).

Margot Deny

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Geburtshelfer politischer Entscheidungen
Mehr als 700 Wahlhelfer werden bei der Bundestagswahl an diesem Sonntag im Würmtal im Einsatz sein. Obwohl es nur eine kleine Aufwandsentschädigung gibt, engagieren sich …
Geburtshelfer politischer Entscheidungen
Erfolgsprojekt feiert Geburtstag
Das erste Würmtaler Gebrauchtwaren-Kaufhaus ist ein Erfolgsprojekt: Die Klawotte in der Einsteinstraße in Martinsried feierte am Freitag fünfjähriges Bestehen.
Erfolgsprojekt feiert Geburtstag
500-Euro-Scheck überreicht
500 Euro fürs „Traumcafé“ sind auf dem Gräfelfinger Straßenfest zusammengekommen, als die Band Rockbits vor der Bäckerei Sickinger aufspielte.
500-Euro-Scheck überreicht
Wünsche der Anwohner berücksichtigt
Die Otto-Pippel-Straße soll ausgebaut werden. Bei der Variantenwahl folgt der Planegger Bauausschuss den Wünschen der Anwohner.
Wünsche der Anwohner berücksichtigt

Kommentare