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Diese Villa in der Steinkirchner Straße und weitere acht Objekte stehen bereits auf der Denkmalliste. Nun könnten alle anderen Häuser des Quartiers hinzukommen.

Landesamt für Denkmalpflege schlägt Ensemble-Schutz in Gräfelfing vor

Ganzes Viertel soll auf die Denkmalliste

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Geht es nach dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und Bürgermeisterin Uta Wüst, wird in Gräfelfing erstmals ein gesamtes Ensemble von mehreren Wohnstraßen unter Denkmalschutz gestellt.

Gräfelfing – Für manchen im Gräfelfinger Bauausschuss war es starker Tobak, den Referent Burkhard Körner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in der Sitzung am Donnerstag präsentierte. Demnach hatte sich die Behörde in Gräfelfing nach schützenswerten Ensembles umgesehen und war fündig geworden. Das Quartier im Bereich Steinkirchner-, Grawolf-, Prof.-Kurt-Huber- und Bahnhofstraße sei dazu geeignet, so Körner. Hier seien zwischen 1900 und 1908 die ersten „Landhäuser“ entstanden (in Gräfelfing heißen sie Villen); neun von ihnen stehen bereits unter Denkmalschutz. Die Aufnahme des gesamten Ensembles auf die Liste würde für jedes einzelne der rund 60 Objekte in diesem Bereich bedeuten, unter Denkmalschutz zu stehen – ganz egal, wie alt, wertvoll oder schutzbedürftig es wäre. Die Eigentümer könnten zwar nach wie vor Veränderungen an den Gebäuden vornehmen, jedoch unter strengen Auflagen: lediglich nach Genehmigung durch die Behörde und falls die Änderung dem „Gesamtcharakter“ des Ensembles entspreche.

Petra Schaber (IGG) feierte diese „grandiose Idee“ als „großen Wert für ganz Gräfelfing“. Schaber: „Natürlich ist es ein Problem für die, die dort wohnen.“ Doch sei zusätzlicher Schutz erforderlich, gerade angesichts des Baudrucks und explodierender Grundstückspreise.

Auch Bürgermeisterin Uta Wüst sprach sich für das geschützte Ensemble aus; schließlich könnten die Häuser trotzdem noch verändert werden, wenn auch nur in Absprache mit der Behörde.

Kritischer sah das Frank Sommer (Grüne). Er vermochte kein Ensemble in diesen Abgrenzungen zu erkennen. Sommer: „Die schützenswerten Villen und ihre Nachbarn sind ja schon erfasst.“ Was nun darüber hinaus unter Schutz gestellt werde, sei kaum verhältnismäßig angesichts der Einschränkungen. „Das ist über das Ziel hinausgeschossen.“

Auch Walter Frank (CSU) und Florian Ernstberger (BVGL) äußerten sich betont reserviert. Frank: „Ich sehe hier vor allem Schwierigkeiten auf die Betroffenen und die Gemeinde zukommen.“

Zum weiteren Verfahren erklärte Burkhard Körner, es werde zunächst ein Votum der Gemeinde eingeholt. Damit gehe das Landesamt vor den Landesdenkmalrat – egal, wie es ausfalle. An die Empfehlung des Landesdenkmalrates, ob es zu der Aufnahme des Ensembles auf die Liste kommen solle, halte sich das Landesamt für Denkmalpflege in aller Regel. Mit anderen Worten: Selbst wenn der Gemeinderat sich nach den fraktionsinternen Gesprächen, die nun stattfinden sollen, gegen den Ensembleschutz aussprechen sollte, kann die Behörde diesen verfügen. Stellvertretendes Mitglied im Landesdenkmalrat ist auch Bürgermeisterin Uta Wüst.

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