Entscheidung bekannt: Das planen die Bayern mit Coman

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Die Faschingsgesellschaft Würmesia setzt auf die Jugend: Romy I. und Julian I. brillieren bei ihrer Inthronisation mit einem Walzer zu den Klängen von Eros Ramazotti. 

Würmesia feiert Inthronisation in Gräfelfing

„Danke, dass ihr nach Hause kommt“

Gräfelfing – „Aufregend“ war die Würmesia-Faschingssaison 2016 mit Umzug und Auftritt beim FC Bayern, so der scheidende Prinz Carsten I. Doch heuer gibt‘s nur noch einen abgespeckten Karneval im Würmtal.

Bei der feierlichen Inthronisation mit Jugendjarde und Tanzshow im Bürgerhaus Gräfelfing präsentierte sich nach 67 Jahren erstmals nur ein Kinder-Prinzenpaar: Julian I. (8) und Romy I. (7).

Moderatorin und Würmesia-Präsidentin Tanja Wissel geht tief in die Hocke: Auf der hell erleuchteten Bürgerhaus-Bühne übergibt sie der kleinen Romy den goldenen Reichsapfel. Strahlend nimmt die in ein violettes Glitzerkleid gehüllte Prinzessin das Symbol der Macht entgegen. Klar, dass die gerade mal Siebenjährige dafür die Hand ihres ein Jahr älteren Prinzen loslassen muss.

„Wir kennen uns aus dem Kindergarten“, sagt Romys älterer Beschützer Julian (8) selbstbewusst. Prinz und Prinzessin besuchen nämlich im Alltag die dritte und zweite Grundschulklasse im nahen Langwied. Doch Unterrichtsbefreiung gab‘s nur für die Proklamation am 11. November um 11.11 Uhr auf dem Marienplatz in München. „Wir sind sehr froh, dass wir die Jugend haben“, betont Wissel. Denn es werde „immer schwieriger“, ein erwachsenes „freiwilliges Prinzenpaar“ zu finden. Arbeitgeber spielten da nicht mehr so mit, bedauert die Faschings-Prinzessin von 2005.

Einzug der Jugend-Garde: Oben auf der Bühne verabschiedet Hofmarschallin Tanja Wissel das scheidende erwachsene Prinzenpaar. Für Carsten I. und Uli I. war der Fasching 2016 zugleich die „Hochzeitssaison“, verrät die Moderatorin. Doch wegen gesundheitlicher Probleme sitzt der Ex-Prinz jetzt im Rollstuhl.

„Danke, dass ihr nach Hause kommt“, sagt die in festlich glänzenden braunen Schoko-Samt gehüllte Gräfelfinger Bürgermeisterin Uta Wüst. Weil der Planegger Heide-Volm-Saal bekanntlich abgerissen wird, startet die diesjährige Würmesia-Saison nach Jahrzehnten wieder in Gräfelfing. „Zur Entspannung“ nach durchstandener Tanz-Saison überreicht Gräfelfings Rathauschefin dem strahlenden Prinzchen und Prinzesschen Schwimmnudel nebst Gutscheinen für die Erdinger Therme. Ihr Neurieder Amtskollege Harald Zipfel stellt der Wümesia einen Faschingsumzug für 2018 in Aussicht – falls sein Gemeinderat mitspielt.

Die Spannung steigt: Mit Julian I. und Romy I. legt die von Julians Mama Carmen Rieger gut einstudierte Jugendgarde eine mitreißende Show hin. Zum italienischen Eros-Ramazotti-Song schwenkt Julian I. seine kleine Romy perfekt im Walzertakt und bekennt hinterher: „Da muss man schon viel üben.“

Christine Cless-Wesle

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