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Das Rathaus in Gräfelfing leuchtet zum 50-jährigen Jubiläum. 

Drei Aspekte

Das ist der Gewerbestandort Gräfelfing

Eine Insel der Glückseligen scheint die kleine Gemeinde Gräfelfing vor den Toren der großen Landeshauptstadt zu sein – wenn man einige wirtschaftliche Eckdaten betrachtet.

Gräfelfing - Wir haben Aspekte zusammengefasst, die für das Gräfelfinger Gewerbe stehen. Anlass ist das 50-jährige Jubiläum des Gräfelfinger Rathauses.

Sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen

Eine Insel der Glückseligen scheint die kleine Gemeinde Gräfelfing vor den Toren der großen Landeshauptstadt zu sein – wenn man einige wirtschaftliche Eckdaten betrachtet. 2014 lagen die Gewerbesteuereinnahmen noch bei rund 33 Millionen Euro, 2015 waren es dann schon 54 Millionen Euro. „Ja, die Gewerbesteuern sprudeln“, weiß Sabine Strack, die in der Gemeinde für die Wirtschaftsförderung zuständig ist. Seit 2011 lässt sich eine deutliche Nachfrage nach Gewerbeflächen verspüren, nachdem Gräfelfing unter anderem den Hebesatz auf 250 Punkte senkte. Doch die Attraktivität der Gemeinde als Gewerbestandort hänge auch heutzutage noch mit dem direkten Anschluss des Gewerbegebietes „Lochhamer Schlag“ an die Lindauer Autobahn A 96 zusammen. Übrigens: Die Autobahn wurde 1968 durch den Ortsteil Lochham gebaut und im gleichen Jahr bezog man das neue, moderne Rathausgebäude, das ein Jahr zuvor fertiggestellt worden war.

Vom Kran- bis zum Bio-Tech-Spezialisten

Die Gemeinde Gräfelfing hat eine gesunde Mischung an Unternehmen vorzuweisen. Große Gewerbesteuerzahler sind am „Lochhamer Schlag“ zu finden – die wohl bekanntesten Betriebe sind Zigarettengigant Philipp Morris, Pralinenfabrikant Elly Seidl, Betz Chrom und das Kranunternehmen Schmidbauer. In den letzten Jahren haben sich auch gezielt Betriebe aus dem Bio-Tech-Sektor angesiedelt. Die benachbarte Gemeinde Planegg mit dem Innovations- und Gründerzentrum (IZB), dem Campus Martinsried der Ludwig-Maxilimians-Universität (LMU) sowie etlichen Start Ups dieser Branche strahlt in die Nachbarschaft aus. In der aktuellen Statistik weist Gräfelfing ein stetiges Anwachsen der gemeldeten Unternehmen (inklusive Einzelhandelsunternehmen) von rund 2 300 in 2008 auf heutzutage rund 3 000 Betriebe aus.

„Einkaufsmeile“ mit positiver Entwicklung

Apropos Einzelhandel: Gräfelfing kann sich glücklich schätzen – übrigens wie auch die meisten anderen Würmtalgemeinden – mit der Bahnhofsstraße eine gewachsene „Einkaufsmeile“ zu haben. Das Spektrum reicht von der Nahversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs, diversen Bekleidungsgeschäften für Groß und Klein, zwei Buchhandlungen (!), Optikern, Restaurants, Bäckereien, Cafés über diverse Ärzte, einer eigenen Post bis hin zum jüngst eröffneten Design-Geschäft für Gegenstände der Inneneinrichtung. Nicht zu vergessen: Die renommierte und immer wieder ausgezeichnete Wolfart-Klinik zieht Patienten weit über das Würmtal an. Eine „positive Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit“ macht Wirtschaftsförderin Sabine Strack somit auf Gräfelfings Einkaufsmeile aus, wenngleich die generelle Veränderung der Einzelhandelsstruktur auch in dieser Gemeinde spürbar sei. Kleine, inhabergeführte Geschäfte seien insgesamt auf dem Rückzug. Aber nun gebe es eben auch Positives. An dieser Stelle kommt die Wirtschaftsförderin ganz und gar ihrer Aufgabe nach, wenn sie betont: „Gräfelfing hat sowohl für größere Unternehmen als auch für den Einzelhandel viel zu bieten.“ Wer Interesse hat, kann sich an Sabine Strack unter Telefon 089 / 85 82 - 10 wenden.

Bodo-Klaus Eidmann

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