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Volksschul-Nordtrakt, dahinter das KHG: Nach Sanierung und Umbau könnten sie zusammengehören.

Platzmangel

KHG soll ganzen Nordtrakt der Volksschule bekommen

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Das Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium, das unter notorischer Raumnot leidet, darf auf Erleichterung hoffen. Die Gemeinde plant dem Gymnasium den gesamten Nordtrakt der Volksschule zur Verfügung zu stellen – nach aufwendiger Sanierung und baulicher Anpassung.

Gräfelfing – Der Schulbau aus dem Jahr 1965 ist zwar aus heutiger Sicht miserabel gedämmt und technisch unzulänglich, doch die Bausubstanz ist nach Expertenauffassung erhaltenswert. Heute bereits nutzt das KHG mehrere Klassenräume im Obergeschoss. Die Pläne sehen vor, alle drei Geschosse dem KHG zuzuschlagen – insgesamt knapp 3200 m2.

Im Kellergeschoss soll es bei der Nutzung mit Schulküche, Computerraum und Kunst/Werken bleiben, jedoch komplett modernisiert. Als Clou hat Architekt Clemens Pollok sich überlegt, die Böschung stärker abzuflachen und einen teilüberdachten Bereich zu schaffen, in dem Freiwerkstätten entstehen. Auch ein ordentlicher Zugang, soll dort entstehen und große Glasflächen für helle Räume sorgen.

Im Erdgeschoss soll die heutige Hausmeisterwohnung zur Mensa werden. Auch der Eingangsbereich wird neu gestaltet, mit Platz für Kiosk und Vorführungen, außerdem entstehen auf dieser Ebene ein Mehrzweckraum und vier Klassenzimmer. Das Obergeschoss behält die bisherigen Klassenräume und wird lediglich baulich leicht angepasst. Der Kopfbau, den heute Mitarbeiter von Hort und Nachmittagsbetreuung nutzen, soll Ruheraum, Mathefachschaft, Elternsprechzimmer, Hausmeisterbüros und Schulberatungszimmer beherbergen. Die gesamte Maßnahme entwickeln Architekt Pollok und das Bauamt der Gemeinde in enger Absprache mit dem Kollegium und der Schulleitung des Gymnasiums, um gewünschte pädagogische Konzepte und räumliche Bedarfe zu ermöglichen.

Insgesamt soll der Trakt sämtliche Anforderungen heutiger Tage an ein Schulhaus erfüllen, ohne im Erscheinungsbild seine Entstehungszeit zu verleugnen.

Als Stefan Schädle, im Rathaus für Hochbauprojekte zuständig, den Gemeinderäten im Hauptausschuss das Konzept und vor allem die grob auf 7,3 Millionen Euro geschätzten Kosten vortrug, ging ein Raunen durch die Reihen. Doch Schädle wies darauf hin, dass ein Neubau dieser Größe wesentlich teurer wäre. Außerdem hofft die Kommune, das Projekt dem Landkreis schmackhaft machen zu können: Eine Umwidmung des gesamten Traktes zum Gymnasialbau würde bedeuten, dass der Landkreis Bauträger wird – und die Kosten übernimmt. Darüber soll der Bauausschuss des Kreistags im Februar 2019 beraten.

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