„Combat 18“: Seehofer mit radikaler Entscheidung - Razzien in mehreren Bundesländern

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Der Ortsverband der Gräfelfinger FDP mit neuem Vorsitzenden und Bürgermeisterkandidaten Michael Nebel (vorne, Mitte). 

Michael Neben übernimmt den Vorsitz

Gräfelfinger FDP unter neuer Führung

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Die Gräfelfinger FDP hat einen neuen Vorsitzenden und neuen Bürgermeisterkandidaten – schon wieder. Nach dem überraschenden Wegzug von Eike Nell, der beide Ämter innehatte, übernahm am Montag Michael Nebel die Ämter ebenfalls in Personalunion, mit einstimmigem Segen der Mitglieder.

Gräfelfing– Vize-Vorsitzender Jörg Scholler brachte die Mitglieder und Besucher auf den neuesten Stand. Nachdem Eike Nell „Hals über Kopf von uns gegangen ist“, müsse man nun eine Nachwahl des Ortsvorsitzenden abhalten und eine Neuwahl des Bürgermeisterkandidaten. Scholler ließ durchblicken, dass zwischen ihm und seinem einstigen Schützling Nell zuletzt viel Porzellan zu Bruch gegangen war. Man habe „diskutiert und gestritten, was nicht immer positiv war“, bekannte Scholler. Der Dissens kulminierte in der Weigerung des Ortsverbandes, Scholler noch einmal als Gemeinderatskandidaten zu wählen. Weiteren Zwist könne und wolle man sich im Wahlkampf nicht leisten, sagte das FDP-Urgestein nun. Andere Parteien, wie der Bürgerverein und die IGG, hätten „sehr gute Listen“ für die Gemeinderatswahl im nächsten Jahr aufgestellt. Jörg Scholler: „Für ein anständiges Ergebnis bei der Kommunalwahl haben wir zu kämpfen.“

Wahl Michael Nebels einstimmig

Die neue Geschlossenheit bestätigte der Rest der Versammlung mit der jeweils einstimmigen Wahl Michael Nebels in beide Ämter. Der 37-jährige Vater zweier Kinder, der mit seiner Familie seit 2016 in Gräfelfing wohnt, trat mit klaren Zielen im Ortsverband und einem strukturierten Programm für die Kommunalwahl an. Die FDP wolle zwei Sitze im Gemeinderat erobern, den Informationsfluss zwischen Ortsverband und Mandatsträgern „in beide Richtungen ausbauen“, weitere Mitglieder und Spenden für einen schlagkräftigen Wahlkampf an- und einwerben.

FDP-Programm hat drei Hauptziele

In den letzten Jahren sei in der Gemeinde bei Themen wie Erweiterung der Heitmeiersiedlung, Geothermie sowie Turn- und Schwimmhalle „viel angefangen und nichts richtig beendet worden“. Das FDP-Programm subsummierte Michael Nebel unter drei Hauptziele: CO2-Neutralität durch Maßnahmen wie Geothermie, energetische Haussanierungen und die Stärkung des ÖPNV zu erreichen. Zweitens solle die Digitalisierung auf Feldern wie Mobilfunk (5G), Glasfasernetz, digitales Rathaus vorangetrieben werden. Und drittens wolle man die Gartenstadt lebenswert erhalten, indem Kitas kostenlos würden („statt einen Kreisverkehr zweimal zu bauen“), der Jugend attraktive Angebote gemacht würden, das Kultur- und Vereinsleben gestärkt werde.

Eine kleine Spitze Richtung Scholler gab es am Ende doch noch: Michael Nebel betonte, das Verkehrskonzept sei „der richtige Weg“, doch die Entlastungsstraße gehöre auch dazu. Die hatte Scholler gegen den Willen des Ortsverbandes im Gemeinderat und Kreistag bekämpft.

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