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Das Wasserkraftwerk Krämermühle ist an sich noch nicht zu alt, der Standort jedoch falsch ausgebaut. 

Wasserkraftwerk Krämermühle

Investition in ein teures Erbe

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Das Wasserkraftwerk an der Krämermühle bereitet den Gräfelfinger Gemeinderäten Kopfzerbrechen. Nach aktueller Stimmungslage in dem Gremium läuft es auf eine teure Erneuerung der Anlage hinaus.

 Gräfelfing – Sicher ist: Die Gemeinde muss handeln. Der aktuelle Zustand, mit dem Wasserkraftwerk unter Verlusten wenig Strom zu erzeugen und zugleich einen beeinträchtigten Hochwasserschutz zu verantworten, ist unhaltbar. Denn überdies läuft die wasserrechtliche Genehmigung zur Nutzung von 3 m3 pro Sekunde aus und wird für die unzulängliche Bestandsanlage nicht erneuert.

Experte Stefan Wöllisch erläuterte den Gemeinderäten diesen Sachverhalt nun erneut und zeigte Sanierungsvarian-ten für die Anlage auf. Sie müsse so umgebaut werden, dass fünf bis sieben Kubikmeter Wasser zur Stromerzeugung genutzt würden. Heute seien es an 300 Tagen im Jahr sogar weniger als die ohnehin dürftigen 3 m3 Wasser. Daher habe die Anlage auch die prognostizierte Strommenge von 43 kW „nie erreicht“.

Ein Grund sei auch, dass der automatische Rechen, der Treibgut auffangen soll, nicht gut funktioniere und die Anlage deshalb oft stehe. Und schließlich benötige die Anlage nach heutigen Standards zwei Fischtreppen. Insgesamt komme eine Sanierung auf 665 000 Euro – und dies mit der alten Turbine, also ohne Leistungssteigerung und mit weiterhin schlechter Hochwasserdurchlässigkeit.

Neben dieser Sanierung gäbe es noch die Alternative, für die doppelte Summe ein komplett neues Kraftwerk mit einem leistungsfähigeren Turbinen-Typ zu errichten. Oder, wie Mathias Pollok (IGG) in den Raum stellte, die Anlage „der Natur zurückzugeben“. Es sei nun mal „ein teures Erbe“, das man mitschleppe.

Jörg Scholler (FDP) sagte, die Krämermühle sei „kein Museum“; er sei für ein „optimales neues Kraftwerk“, sofern die Amortisation innerhalb von 25 Jahren möglich sei. Auch Petra Schmid (CSU) und Günter Roll (BVGL) sprachen sich für eine beherzte Investition und die Sicherung des Standortes auf lange Sicht aus. Nun soll eine neue Expertise konkrete Vorschläge dazu erarbeiten.

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