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Die Bahnlinie mitten durch den Ort sorgt in Gräfelfing für Lärm. Jetzt hat die Gemeinde Forderungen zur Lärmminderung an die Bahn erhoben.

Lärmaktionsplan der Bahn

Gräfelfing fordert Lärmschutzwände

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Die Bahn stellt einen neuen Lärmaktionsplan auf. Gräfelfing fordert im Zuge der Maßnahmen Lärmschutzwände an den Gleisen.

Gräfelfing– Eine der Hauptlärmquellen im Gebiet der Gemeinde Gräfelfing ist neben der Autobahn und allgemein dem Straßenverkehr die Bahnlinie München – Mittenwald, die den Ort durchschneidet. Entsprechend umfangreich fällt die Wunschliste der Kommune aus, wenn das Eisenbahn-Bundesamt jetzt seinen Lärmaktionsplan erneuert.

In der vom Gemeinderat verabschiedeten Stellungnahme stellt die Kommune zunächst fest, dass „bis zu einem Abstand von 800 Meter von den Gleisen“ die Orientierungswerte für Lärm in Wohngebieten Tag und Nacht überschritten werden. Um diesen Zustand zu bessern, sieht die Gemeinde eine Reihe von Maßnahmen als geeignet an und fordert sie ein. Dazu zählt der Einbau so genannter Flüstergleise mit gummibesohlten Schwellen, elastisch gedämpften Schienenlagern und Schotterschäumen.

Außerdem solle die Bahn verstärkt Züge mit Verbundbremssohlen und gummigefederten Rädern einsetzen. Am wirkungsvollsten erachtet die Gemeinde die Errichtung von Lärmschutzwänden entlang der Bahnstrecke, zum Beispiel in Form von möglichst nahe an den Gleisen gelegenen Gabionen.

Als „sofort realisierbare Schallschutzmaßnahme“ nennt die Kommune das so genannte „besonders überwachte Gleis“ (BüG). Beim Eisenbahnbetrieb entstehen Unebenheiten auf der Fahrfläche, die in der Folge Geräusche produzieren. Damit diese eine bestimmte Riffeltiefe nicht überschreiten, kontrolliert beim BüG ein Schallmesszug regelmäßig den Zustand der Schienenoberfläche. Überschreiten die Schallpegel die Vorgaben, wird die Oberfläche der Schienenköpfe abgeschliffen. Das BüG erzielt dabei eine dauerhafte Lärmreduktion von 3 Dezibel.

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