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Täglich stauen sich die Autos im morgendlichen Berufsverkehr auf dem Neurieder Weg. Nun hat die Gemeinde Gräfelfing die letzten Flächen erworben, die sie für eine Sanierung und Ertüchtigung benötigt.  

Umfassende Sanierung kann kommen

Letzter Kaufvertrag für Neurieder Weg

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Auf diesen Termin hat Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst gut zwei Jahre hingearbeitet: Am Montag traf sie sich mit dem Eigentümer der letzten benötigten Fläche am Neurieder Weg beim Notar zur Unterzeichnung des Kaufvertrages. 

Gräfelfing– Die Gemeinde kann nun die umfassende Sanierung des Neurieder Wegs angehen. Der Ausbau ist aus mehreren Gründen überfällig und wurde von vielen Autofahrern und Kommunalpolitikern herbeigesehnt: Der ehemalige schmale Feldweg verfügt über keinen soliden Unterbau, dafür über einen völlig kaputten Asphaltbelag, den die Gemeinde in den letzten Jahren ein ums andere Mal notdürftig flickte.

Just dieses schmale Band ist eine der Gräfelfinger Hauptadern im Berufsverkehr. Weil die Einmündung in die Würmtalstraße nicht leistungsfähig genug ist, stauen sich die Autos allmorgendlich bis ins Gewerbegebiet zurück. Damit nicht genug, fällt der Neurieder Weg auch mit dem südlichen Teil der Trasse für die geplante Entlastungsstraße zusammen.

Für eine umfassende Sanierung und Verbreiterung benötigte die Gemeinde Gräfelfing Grundstücke von drei privaten Eigentümern und der Gemeinde Planegg. Mit dem Eigentümer der zuletzt noch fehlenden rund 3720 Quadratmeter Fläche zogen sich die Verhandlungen über rund zwei Jahre hin. Als Grund gab Bürgermeisterin Uta Wüst nun an, die Planungen für den Straßenbau seien „in verschiedenen Entwurfstadien“ dem Eigentümer vorgestellt worden. Und schließlich habe man auf das Ergebnis eines Gutachtens zum Kaufpreis gewartet. Das immerhin sahen beide Parteien als bindend an und akzeptierten es nun. So betonte die Bürgermeisterin auf Merkur-Anfrage denn auch, dass man sich „freundschaftlich und in gutem Einvernehmen“ auf den Verkauf geeinigt habe und beide Seiten zufrieden seien.

Die Gemeinde hatte zuvor ihre Planung leicht angepasst, um dem Eigentümer entgegenzukommen. So wird es vier Zufahrtsmöglichkeiten zu dem Acker im Osten der Straße geben, und auf Alleebäume verzichtet die Kommune auf dieser Seite zugunsten von Büschen.

Nun kann die Gemeinde mit Plänen in die Ausschreibung gehen. Der Bürgermeisterin schwebt ein Baubeginn im Frühjahr vor. „Wir machen das jetzt ganz unabhängig von der Entlastungsstraße“, so Wüst. Die sei schließlich ein Straßenneubau mit eigenem Verfahren – und einem noch sehr vagen Zeitplan, wie man hinzufügen muss.

Der Neurieder Weg soll vor allem eine stark verlängerte Linksabbiegerspur bekommen, die laut Verkehrsexperten den morgendlichen Stau abschmelzen dürfte. Außerdem wird die Fahrbahn insgesamt breiter, erhält einen ordentlichen Unterbau, auf zwei Seiten Radwege und auf der Westseite einen Fußweg. Zudem wird der Neurieder Weg künftig ohne Versatz zur Lochhamer Straße in die Kreuzung münden.

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