Lochhamer Schulcampus

Erste Varianten für Schwimm- und Sporthalle

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Übereinander stapeln oder nebeneinander stellen? Beim geplanten Bau der Gräfelfinger Schwimm- und Dreifeldsporthalle stellen erste Entwurf-Varianten die Gemeinderäte vor diese sehr grundsätzliche Frage. Im Bauausschuss am Donnerstag hatten die anwesenden Architekten eine klare Präferenz.

Gräfelfing– Ein ausgewachsenes Schwimmbad mit 25-Meter- und einem Übungsbecken sowie eine Dreifeldsporthalle samt Sprinttunnel und großzügigen Nebenräumen – das Bauvorhaben der Gemeinde Gräfelfing am Lochhamer Schulcampus bringt einiges an Masse mit sich. Wie diese Kubatur am verträglichsten und zugleich praktischsten anzuordnen sei, ist eine Schlüsselfrage des noch frühen Entwurfstadiums. Die Planer vom renommierten Büro Dietrich – Untertrifaller präsentierten im Bauausschuss in Person von Bauingenieur Björn Osmann drei konzeptionelle Varian-ten.

Die erste Variante folgte dem Leitspruch „so flach wie möglich“ und sah ein Nebeneinander der beiden Funktionen vor, jeweils halb in die Erde abgesenkt. Die zweite Variante war ein schlichter Kubus, bei dem das Schwimmbad unten und die Sporthalle darüber liegen würde – weit geringere Grundfläche („Fußabdruck“), dafür nur mit Mühe unterhalb der Baumkronen bleibend.

Die dritte Variante schließlich fand den meisten Zuspruch. Dabei würden die beiden Hallen im spitzen Winkel zueinander plan angeordnet, durch einen dreieckigen, gemeinsamen Zugangsbereich verbunden. Dessen lange Basis würde an der Adalbert-Stifter-Straße mit Dachüberstand und viel Glas den repräsentativen Haupteingang bilden; das spitzere Ende im Norden würde einen zweiten Eingang anbieten, der über Rad- und Gehwege den Zugang von Lochham aus ermögliche.

Als Bauweise schlug Björn Osmann einen massiven Unterbau mit einem Überbau in Holzbauweise vor, weil auf diese Weise die großen Spannweiten gut zu bewältigen wären. Bei den Materialien würde er auf Sichtbeton, viel helles Holz, Glas und Linoleum setzen – „schlicht, aber qualitätsvoll“, wie er es nannte. Dazu käme eine Holz- und Metallfassade.

Bauausschussmitglieder wie Florian Ernstberger (BVGL), Walter Frank (CSU), Petra Schaber (IGG), Frauke Schwaiblmair (Grüne) und nicht zuletzt Bürgermeisterin Uta Wüst fanden diese Variante am ansprechendsten und zeigten sich angetan.

Die beratenden Architekten Reinhard Moosmang und Bertold Ziersch rieten ebenfalls zu dieser Variante. Ziersch: „Man sollte da nicht manisch auf den Fußabdruck schauen.“ Das Nebeneinander eröffne auch große gestalterische Freiheit, so Moosmang.

Nun sollen die Fraktionen das Thema zunächst intern beraten, ehe ein Signal an die Planer für die weitere Marschrichtung ergeht.

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