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Werbebild von Markus Wasmeier für den Lawinen-Airbag der Firma aus Gräfelfing.  

Lawinen-Airbag-Hersteller muss ausstehende Honorare zahlen

Wasmeier siegt vor Gericht

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Markus Wasmeier, Doppel-Olympiasieger von Lillehammer (1994), hat vor dem Landgericht Mün-chen I einen Sieg errungen. Ein Lawinen-Airbag-Hersteller aus Gräfelfing, früherer Werbepartner der Ski-Legende, muss dem 55-Jährigen zwei ausstehende Honorare in Höhe von jeweils 23 800 Euro nebst Zinsen zahlen.

Gräfelfing – Das gestern von Richterin Anja Hambach verkündete Urteil wurde nur im Tenor bekannt. Eine Begründung steht noch aus. Die Vorsitzende erklärte, dass sie zu der Erkenntnis gelangt sei, dass Wasmeier – den sie lediglich als Kläger bezeichnete – Ansprüche auf die Bezahlung der beiden vereinbarten Geschäftszeiträume habe. Der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens, Peter A., hatte zu Prozessauftakt im Dezember vergangenen Jahres berichtet, dass pro Saison 20 000 Euro Honorar ausgemacht worden seien. Von einer doppelten Bezahlung wusste er allerdings nichts. Der nun im Urteil ausgelobte Betrag von 23 800 Euro ergab sich laut Richterin aus den Zinsen. Zusätzlich zu diesen vom Gericht aufgestockten Honoraren wurde noch die einmalige Zins-Rückerstattung von 2893 Euro anberaumt. Weder der Kläger, also Wasmeier, noch sein Anwalt Thomas Marquis oder ein Vertreter der beklagten Firma kamen zur Urteilsverkündung in den Justizpalast.

Die Kooperation des Riesenslalom-Weltmeisters von Bormio (1985) war mit hoffnungsvollen Zukunftsperspektiven abgeschlossen worden. Der damalige Chef, ein älterer Herr, hatte dem Schlierseer in Aussicht gestellt, in das Unternehmen einsteigen oder es sogar übernehmen zu können. Wasmeier soll das Rettungsgerät, das für den allgemeinen Tourengeher gedacht war, gefallen haben. Deshalb ließ er sich auch auf ein Honorar ein, das unter seiner üblichen Vereinbarung mit Werbepartnern lag. Denn die Zusammenarbeit begann mit erheblichen Startschwierigkeiten. Die zunächst einmal vereinbarte Umsatzbeteiligung fiel gleich flach, weil eine Rückrufaktion wegen eines defekten Zuliefererteils den Verkauf praktisch zum Erliegen gebracht hatte. Schweren Herzens bot Geschäftsführer Peter A. dem ehemaligen Skistar 20 000 Euro an. Dabei soll Wasmeier ihm sogar noch entgegengekommen sein, erinnerte sich der 76-Jährige als Zeuge. Im Oktober 2017 hatte er seine Firma verkauft. Aus einer Übernahme des Schlierseers war also nichts geworden. Wasmeiers Klage richtete sich demnach gegen die Nachfolger von Peter A.. Die Firma hat heute ihren Sitz in München. Zu ihren Werbepartnern zählt der Garmisch-Partenkirchner Ski-Rennfahrer Felix Neureuther.

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