Strahlender Sieger: Michael Friedrich gewann die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers in der Doemens Akademie. Der gelernte Brauer und Mälzer ist Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur in Chemnitz. Links die Zweit- und Drittplatzierten Christian Küppers und Mareike Hasenbeck.
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Strahlender Sieger: Michael Friedrich gewann die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers in der Doemens Akademie. Der gelernte Brauer und Mälzer ist Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur in Chemnitz. Links die Zweit- und Drittplatzierten Christian Küppers und Mareike Hasenbeck.

Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers

Mit „Eisbock“ zum Titel

  • Peter Seybold
    VonPeter Seybold
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Geballtes Bierwissen war am Samstag bei der Gräfelfinger Brauakademie Doemens gefragt. Es galt den Deutschen Meister der Biersommeliers zu ermitteln.

Gräfelfing – Michael Friedrich ist die nächsten zwei Jahre Deutscher Meister der Biersommeliers. Der Chemnitzer, gelernter Brauer und Mälzer, überzeugte am Samstag beim Finale der Deutschen Meisterschaft der Biersommeliers in der Gräfelfinger Doemens Akademie die dreiköpfige Jury. Diese war mit Alicia Muñoz Insa vom Hopfenhändler BarthHaas, Julia Bär von der Doemens Genussakademie und Nicola Buchner, Geschäftsführerin des Verbands der Diplom-Biersommeliers, fest in Frauenhand. Die drei Fachfrauen aus der Branche waren von der insgesamt hohen Qualität des Finales begeistert.

Die Teilnehmer der Meisterschaft mussten zunächst Bierstile und biertypische Aromen erkennen sowie einen kleinen Multiple-Choice-Test absolvieren. Um sich für das Finale zu qualifizieren, hatten die Halbfinalisten dann ein ihnen unbekanntes Bier zu beschreiben. Die Endausscheidung fand coronabedingt dieses Jahr im Gräfelfinger Doemens-Neubau in der Lohenstraße nur mit 30 Teilnehmern statt. Die sechs Besten – darunter ein „Lucky Loser“ – rückten in das Finale vor, wo sie ein ihnen zugelostes Bier präsentierten. Die Jury beurteilte bei ihrer Entscheidung neben der Performance der Finalisten bei der Biervorstellung auch das Storytelling zum Bier, also welche Geschichte die Sommeliers dazu erzählten, die sensorische Beschreibung sowie gegebenenfalls das „Foodparing“, also eine Erklärung, welche anderen Lebensmittel zu dem Bier gut dazu passen – zum Beispiel eine Fleischspeise.

„Alle Finalisten konnten mit einer brillanten Präsentation überzeugen. Michael Friedrich gelang es dennoch aus den Besten nochmals hervorzustechen und die Jury und das Publikum auf seine Seite zu ziehen“, sagt Domens-Sprecher Andreas Hofbauer. Friedrich präsentierte den ihm zugelosten „Eisbock“ einer Kulmbacher Brauerei. Dabei gelang es dem Chemnitzer Geschäftsführer der Stonewood Braumanufaktur mit seinem großen Wissen und einem emotionalen Vortrag zu überzeugen. „Heute war ein perfekter Tag für mich und ich bin stolz, nun zwei Jahre diesen Titel zu tragen“, sagte Friedrich nach seinem Erfolg. Zweiter der Meisterschaft wurde Christian Küppers, selbstständiger Biersommelier und bis 2016 insgesamt 14 Jahre für die Doemens Akademie tätig. Der dritte Platz ging an Mareike Hasenbeck, freie Journalistin und Fachbloggerin.

Die gesamte Meisterschaft habe sich insgesamt auf einem sehr hohen Niveau abgespielt, urteilt Michael Zepf, als Leiter der Doemens-Genussakademie verantwortlich für die Organisation und Durchführung der Meisterschaft. „Die extreme Leistungsdichte zeichnete sich bereits in den Vorrunden ab. Im Halbfinale und im Finale machten nur Nuancen den Unterschied. Alle Teilnehmer waren perfekt vorbereitet und überzeugten durch fundiertes Fachwissen“, so Zepf.

Die zehn bestplatzierten Biersommeliers der Meisterschaft werden Deutschland im nächsten Jahr bei der Weltmeisterschaft vertreten. Sie findet am 11. September im Rahmen der drinctec, der weltweit größten Branchenmesse im Bereich Getränke, in München statt. Bei den letzten Weltmeisterschaften 2019 in Rimini belegte Friedrich den dritten Platz.

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