Von der Staatsstraße in die Alte Pasinger Straße müssen derzeit drei Buslinien abbiegen. Damit soll nach jüngsten Plänen im nächsten Jahr Schluss sein.
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Von der Staatsstraße in die Alte Pasinger Straße müssen derzeit drei Buslinien abbiegen. Damit soll nach jüngsten Plänen im nächsten Jahr Schluss sein.

Alte Pasinger Straße

Neue Haltestellen bei Heitmeiersiedlung

  • Martin Schullerus
    VonMartin Schullerus
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Die Gemeinde Gräfelfing plant eine Neuordnung des Busverkehrs an der Heitmeiersiedlung. Kern der Maßnahmen ist, dass die Busse künftig an der Staatsstraße halten sollen und nicht mehr in der Alten Pasinger Straße.

Gräfelfing – Derzeit verkehren drei Buslinien (258, 259, 265) auf der Pasinger Straße nördlich der Autobahnbrücke. Und alle Busse schlängeln sich durch die Alte Pasinger Straße, wo sie Station haben; die Linien 259 und 265 sogar in beide Richtungen. Das Aus- und Einfahren sei „vogelwild und mehr als suboptimal“, sagte eine Mitarbeiterin des Planungsbüros Obermeyer in der jüngsten Sitzung des Gräfelfinger Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität.

In der Tat stoßen die Busse, die von der Pasinger Straße in Fahrtrichtung Norden in die Alte Pasinger Straße abbiegen, bei der Turmairstraße auf eine meist mit Pkw vollgestellte Kreuzung, müssen halb auf der Staatsstraße stehen bleiben (bei grüner Ampel), während die Pkw hastig nach rückwärts rangieren. Nicht viel besser ist die Ausfahrt-Situation geregelt, wo die schwerfälligen Busse sich mit extrem schlechter Sicht in den Verkehr der Staatsstraße einfädeln müssen.

Die neuen Pläne sehen nun vor, diesen Schwenk durch die Alte Pasinger Straße abzuschaffen. Dafür sollen direkt an der Staatsstraße beidseits neue Bushaltestellen mit Parkbuchten und Wartehäuschen entstehen. Unverzichtbar ist dann auch eine gesicherte Überquerung der Staatsstraße für Fußgänger, die mit einer Anforderungsampel versehen wird. Dieser Überweg, der etwa auf Höhe der Leharstraße gebaut wird, hat auch die Doppelfunktion, den geplanten neuen Weg zur Würm hinunter zur neuen Würmbrücke zu erschließen, die der Gemeinderat beschlossen hat.

Die Alte Pasinger Straße würde im Nord-Ast zu einer verschmälerten Sackgasse, mit großzügigem Platz für die Radfahrer auf der Nord-Süd-Verbindung nach Pasing. Die Einmündung Höhe Turmairstraße soll verschmälert und die gewonnenen Flächen begrünt werden.

Bürgermeister Peter Köstler sagte, die Planung sei eine „Win-Win-Situation für alle“. Die paar Schritte mehr bis zur Bushaltestelle seien für die Bewohner der Heitmeiersiedlung zumutbar. Auch die Ausschussmitglieder lobten das Vorhaben als „extrem gute Planung“ (Lion Buro, IGG) und „tolles Konzept“ (Petra Schmid, CSU). Ihr Fraktionskollege Thomas Heidenreich sagte: „Das ist alles sinnvoll. Und es ist sehr schön, dass wir es uns leisten können.“ Immerhin betragen die Gesamtkosten 900 000 Euro.

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