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Der Neubau von Doemens an der Ecke Pasinger-/Lohenstraße will sich nicht verstecken, und das muss er auch nicht. Der Entwurf des Architekten Peter Schwinde stieß im Bauausschuss auf positive Reaktionen.

Entwurf für Neubau

Doemens’ neue Sichtbarkeit

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Die Brauakademie Doemens hat die Pläne für ihren Neubau in Gräfelfing präsentiert. Sie sind ein klares Statement.

Gräfelfing– Doemens schlüpft aus seinem etwas beschaulichen, leicht verstaubten Dornröschendasein in der Stefanusstraße an der Würm. Nicht nur der neue, exponierte Standort an der Ecke Pasinger-/Lohenstraße am Tor zum Gewerbegebiet, sondern auch das geplante Gebäude selbst soll für starke, charaktervolle Sichtbarkeit sorgen. Der Entwurf, den der Münchner Architekt Peter Schwinde am Donnerstag im Bauausschuss präsentierte, stieß jedenfalls auf äußerst positive Resonanz bei Fachleuten und Gemeinderäten.

Der kompakte Baukörper in L-Form situiert sich an der Süd-West-Ecke des

Grundstücks. Das Hauptgebäude wird knapp 15 Meter hoch, verfügt jedoch nur über drei Geschosse: Das Erdgeschoss alleine benötigt fast sieben Meter lichte Höhe, weil es unter anderem die Sudanlage mit den Kesseln und eine Abfüllanlage beherbergen wird. Beide sollen übrigens durch große Glasscheiben von außen sichtbar sein – auch dies ein Zeichen von Doemens’ neu erstrebter Außenwirkung.

Außerdem deckt das Gebäude mit Tiefgarage diverse Funktionalitäten mit Räumen für Schulung, praktische Ausbildung und Verwaltung ab. Ein großer Speisesaal grenzt an die im geschützten Innenbereich situierten Freiflächen, zu denen ein grüner Platanenhain gehört.

Die Fassade im Süden und Westen prägen vertikale Sonnenschutzlamellen, die ein bisschen an das Gräfelfinger Rathaus erinnern. Anders als dieser 50-jährige Bau wird Doemens freilich über modernstes ökologisches Energiemanagement verfügen. So werden Heizung und Kühlung aus Geothermie gespeist. Zur Abdeckung der Spitzenlast soll ein Gaskessel oder, falls dies bis zur Eröffnung 2021 möglich ist, das Fernwärmenetz der Gemeinde dienen.

Florian Ernstberger (BVGL) sagte, die Planung erscheine ihm passend für den Standort und mache einen guten Eindruck. Und Architekt Reinhard Moosmang, Fachberater des Bauausschusses, lobte die Arbeit seine Münchner Kollegen in den höchsten Tönen. Moosmang: „Dies ist ein toller Entwurf, der die Latte für zukünftige Nachbarbebauung ganz schön hoch hängt. Ich bin begeistert.“

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