Neuer Spielplatz

Gräfelfing tritt das Erbe an

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Es ist ein Angebot, das die Gemeinde Gräfelfing nicht ablehnen kann: Ein inzwischen verstorbener Erblasser hat der Kommune einen neuen Spielplatz vermacht.

Gräfelfing–  Dabei legte der Spender nicht nur Modell und Hersteller der neuen Spielgeräte genau fest, sondern auch den Standort am Prof.-Max-Dieckmann-Platz. Weil es dort jedoch zwischenzeitlich bereits einen Spielplatz mit neuen Geräten gibt, beschloss der Bauausschuss nun einstimmig, diese zum Großteil zu verlegen, um Platz zu schaffen für das neue Erbe.

Letztlich lief es auf eine simple Rechnung hinaus. Natürlich hätte die Gemeinde das Erbe theoretisch ausschlagen können. Doch wäre das nicht nur politisch und ethisch etwas fragwürdig gewesen, sondern auch wirtschaftlich: Die neue, im letzten Willen festgeschriebene Spielkombination, die Roland Strecker vom Gräfelfinger Bauamt als „ganz tolles“ Produkt eines namhaften Herstellers rühmte, hat einen Wert von rund 80 000 Euro. Die Spielgeräte vom Prof.-Max-Dieckmann-Platz, die ihr weichen müssten, an einen neuen Standort zu versetzen, würde einer aktuellen Berechnung des Bauamtes zufolge 17 700 Euro kosten. „Das können wir nicht ablehnen“, stellte Walter Frank (CSU) im Bauausschuss fest.

Auch 2. Bürgermeister Peter Köstler, der die Sitzung leitete, sah keine Gründe, das Erbe auszuschlagen. Köstler: „Wir brauchen die Spielgeräte vom Prof.-Dieckmann-Platz ja an anderer Stelle; es geht ja nichts verloren.“

Zuvor hatte Roland Strecker den Vorschlag der Verwaltung erläutert. Demnach würden von den existierenden Geräten ein Kletterturm, zwei große Schaukeln und zwei Balancierbalken abgebaut und im Pausenhof der Volksschule Lochham wieder aufgebaut, wo gerade im Zuge von Ganztagsschule und Nachmittagsunterricht solche Freizeitgeräte gebraucht würden. Die Kosten für den Aufbau der geerbten Spielplatzgeräte sind Teil des Erbes, werden also, wie auch die Anschaffungskosten, vom Erblasser getragen.

Vor diesem Hintergrund stimmte der Bauausschuss einmütig dafür, das Erbe anzutreten und die existierenden Spielgeräte nun wie beschrieben umzusetzen.

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