Corona: Länderchefs torpedieren Merkels Plan für Deutschland - Kanzlerin nimmt jetzt LIVE dazu Stellung

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Gräfelfings neuer Bürgermeister Peter Köstler (CSU) , glücklich mit seiner ersten Gratulantin – Ehefrau Sabine Köstler.

Stichwahl in Gräfelfing

Peter Köstler (CSU) zum Bürgermeister gewählt

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Dieser Wahlkrimi endete für viele überraschend: Mit gleicher Besetzung in den Hauptrollen wie 2014 und genauso spannend entwickelte sich das Duell um das Gräfelfinger Bürgermeisteramt. Anders als in der Stichwahl vor sechs Jahren hatte diesmal jedoch Peter Köstler (CSU) mit 51 Prozent die Nase vor Amtsinhaberin Uta Wüst (IGG).

Gräfelfing– Die Gemeinde Gräfelfing hat einen neuen Bürgermeister. Im zweiten Anlauf gelang Peter Köstler, woran er vor sechs Jahren als Favorit gescheitert war. Damals trat er unter günstigeren Bedingungen an: Amtsvorgänger Christoph Göbel hatte ihn als Wunschkandidaten erkoren, seine Gegenkandidatin Uta Wüst hatte keinerlei politische Erfahrung vorzuweisen. Es wurde ein bitterer Abend für Köstler, der vor den Trümmern seiner politischen Karriere zu stehen schien. „Ich habe in den letzten Stunden sehr oft an diesen Abend vor sechs Jahren denken müssen“, sagte Peter Köstler, nachdem das für ihn positive Ergebnis feststand. Mit seiner Frau Sabine verfolgte er in einem Raum des Rathauses die enge, sehr enge Stimmauszählung.

Uta Wüst fieberte im Rathaus-Foyer dem Ergebnis entgegen, aufgrund von Corona begleitet nur von ihrer engen Familie – ihrem Mann und den beiden Kindern.

Zeitweise lagen die Kandidaten genau gleichauf, wie auch schon der erste Wahlgang geendet hatte. Die letzten drei von 15 Stimmbezirken brachten dann die Entscheidung; mit 152 Stimmen Vorsprung drängte Peter Köstler, seit zwölf Jahren 2. Bürgermeister, Uta Wüst aus dem Amt. Sie verließ das Rathaus Minuten später.

Peter Köstler dankte in einer ersten Stellungnahme den vielen Unterstützern. Im Wahlkampf habe er keine regelrechte Wechselstimmung wahrgenommen, „aber deutliche Kritik an der Amtsführung, einem plakativen Stil – viele Bilder, wenig Hintergrund“. Sein Ergebnis sei auf den ersten Blick zwar knapp, doch sei ihm gelungen, den Amtsbonus von Uta Wüst wettzumachen.

Nun warte viel Arbeit, zuvorderst der Umgang mit der Corona-Krise. „Das wird uns noch eine Zeit begleiten. Wir müssen als Gesellschaft diese nächsten Monate meistern“, so Köstler. Bei wichtigen Sachthemen wie dem Neubau des Altenheims und der Sport- und Schwimmhalle stünden Entscheidungen an.

Uta Wüst war von dem Wahlausgang völlig überrascht und tief enttäuscht. „Ich dachte, dass die Arbeit der letzten sechs Jahre, die unaufgeregt und skandalfrei verlief, honoriert wird“, sagte sie. Eine Rolle habe sicher auch der „Söder-Effekt“ gespielt, mutmaßte Uta Wüst. Im Gemeinderat wird sie auf eigenen Wunsch nicht Platz nehmen; ihr Mandat hatte sie schon vor der Stichwahl abgelehnt.

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