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Trainierten wochenlang in der Lochhamer Bäckerakademie: Sebastian Brücklmaier (li.) und Thomas Schmitt. 

Deutsche Meisterschaft im Bäckerhandwerk

Kleinigkeiten entscheiden das Finale

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Sebastian Brücklmaier und Thomas Schmitt sind auf der Deutschen Meisterschaft der Bäckermeister auf dem vierten Platz gelandet.

Lochham– Sie hatten Monate in der Lochhamer Akademie des bayerischen Bäckerhandwerks trainiert, sich viele Ideen überlegt und eine Menge Geld investiert: Trotzdem hat es für die Lochhamer Absolventen Sebastian Brücklmaier und Thomas Schmitt beim Finale der Deutschen Meisterschaft der Bäckermeister jetzt nicht mit dem Sieg geklappt. Die beiden jungen Männer, die in Lochham ihren Meister gemacht haben, holten den vierten Platz des Finales.

Parallel zur Fachmesse „iba“ fand auf dem Messegelände in München-Riem die Deutsche Meisterschaft des Bäckerhandwerks statt. Sebastian Brücklmaier und Thomas Schmitt hatten sich als eines von vier Teams für die Endausscheidung qualifiziert (wir berichteten). Gemäß dem Motto „Europa“ des Wettbewerbs bereiteten die beiden jungen Bäcker während dem 7,5-Stunden-Finale Backwaren aus den verschiedensten Ländern zu. Unter anderem Brot, Kleingebäck und ein besonders schönes „Schaustück“ mussten die Meisterschaftsteilnehmer backen. „Dabei haben die beiden leider in jedem Segment etwas Punkte verloren, ihr Brot war nicht ideal, ein, zwei Stückchen auch nicht“, sagt Siegfried Brenneis, Kapitän der deutschen Bäcker-Nationalmannschaft. Die zehn Team-Mitglieder stellten die Jury bei dem Finale.

Insgesamt war das Niveau aller vier Teams natürlich sehr hoch und die Platzierung hing teils von Kleinigkeiten ab, sodass „auch der dritte Platz leicht der erste hätte sein können und umgekehrt“, sagt Brenneis. „Man muss bei dem Finale in jedem Segment die Punkte holen, sonst ist man schnell weg vom Treppchen.“ Die Jury bewertete in verschiedenen Kategorien wie Geschmack, Präsentation und Hygiene mit Punkten von 1 bis 10 die Leistungen der Teilnehmer. Wer insgesamt am meisten Punkte hatte, gewann. Die genauen Ergebnisse veröffentlicht die Jury aber nicht.

Sebastian Brücklmaier und Thomas Schmitt sehen den verpassten Sieg gelassen. „Es war trotzdem ein schöner Tag für uns, es ist alles gut“, sagt Thomas Schmitt im Merkur-Gespräch. Das Finale habe für die beiden gut angefangen, später sei es etwas schlechter gelaufen. „Es ist allemal toll, zu den acht besten Bäckern Deutschlands zu gehören, ich möchte in drei Jahren bei der nächsten Meisterschaft auch wieder antreten“, sagt Schmitt, der wie Brücklmaier jetzt erst mal wieder in seinen normalen Berufsalltag zurückkehrt.

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