50 Bäume gepflanzt

Rottenbucher Straße soll wieder als Allee ergrünen

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Die Rottenbucher Straße in Gräfelfing soll wieder zur durchgängigen Allee ergrünen. Gemessen an der Hingabe, mit der die Gemeinde die Auswahl und Pflanzung der 50 neuen Bäume betrieben hat, ist der Erfolg praktisch unvermeidlich.

Gräfelfing – Mit Roland Strecker, der im Gräfelfinger Rathaus für den Tiefbau zuständig ist, verfügt die Gemeinde über einen ausgewiesenen Baumfachmann. Strecker ist Ingenieur für Landschaftsbau und hat während des Studiums nebenbei als Baumpfleger gearbeitet. Für die Rottenbucher Straße suchte er verschiedene Baumarten aus, die stadtklimaresistent sind. Sie müssen Hitzestress, Streusalz und Bodenverdichtung aushalten – was die Bäume auf dem Abschnitt zwischen Wandlhamer- und Flurstraße vor der Sanierung nicht schafften und reihenweise eingingen.

Zwischen Wandlhamer- und Merowinger Straße ließ Strecker Rubinien pflanzen, wie sie im nördlichen Teil der Rottenbucher Straße stehen und bestens gedeihen. Südlich der Merowinger Straße, wo durch die Querparker weniger Platz zur Verfügung steht, beginnt eine gemischte Zone: Zwischen Wessobrunner- und Merowingerstraße stehen nun junge Linden, wo der Platz dank Längsparkern ausreichte, und Mehlbeeren im zwei bis drei Meter breiten Baumgraben, wo es durch die Senkrechtparker enger zugeht. Diese Bäume sind kompakter und werden nicht so groß wie Linden.

An der Bushaltestelle Sudetenstraße (Westseite) steht nun ein Japanischer Schnurbaum in einer Baumscheibe. „Das ist ein Standort mit sehr viel Sonne, die zusätzlich vom Pflaster reflektiert wird, und der Schnurbaum ist besonders hitzeresistent“, erklärt Roland Strecker.

Einen „dentrologischen Gag“ erlaubte Strecker sich im Bereich des neuen Zebrastreifens bei der Einmündung der Wessobrunner Straße: Dort stehen nun vier Blutbuchen – der Wappenbaum Gräfelfings – und das in der Rottenbucher Straße. Weil die Blutbuchen eigentlich mehr Wasser benötigen, als der Straßenraum bietet, werden sie im Sommer aus speziellen Gefäßen, die am Stamm befestigt werden, tröpfchenweise gegossen werden. Strecker: „Sonst trocknet der Boden im Wurzelbereich so stark aus, dass bei Regen alles sofort abfließt, statt einzusickern.“ Dieser Wechsel in der Baumart soll gemeinsam mit neuen Kaltweiß-Leuchten auch auf den Zebrastreifen hinweisen. Im Bereich zwischen Wessobrunner- und Flurstraße folgt Feldahorn, in Anlehnung an den Bergahorn vor Sickinger/Vinzenzmurr.

Für alle Neupflanzungen ließ Strekcker den Bauhof 1,5 Meter tiefe Gruben auskoffern, die mit speziellem Baumsubstrat aufgefüllt wurden, das als Wasser- und Nährstoffspeicher dient. In der kargen Schotterebene ist das eine Grundvoraussetzung, damit Roland Streckers Motto zum Tragen kommt: „Gib Bäumen eine Chance.“

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