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Die Fahrbahn am Neurieder Weg ist marode. Das Bauamt hat die Sanierungspläne in der Schublade, kann aber nicht tätig werden - und deshalb sogar schon mit Sperrung gedroht. 

Sanierung des Neurieder Wegs lässt auf sich warten

Stillstand auf der Buckelpiste

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So zäh wie der Verkehrsfluss im täglichen Stau ziehen sich die Grundstücksverhandlungen zum Ausbau des Neurieder Wegs in Gräfelfing. Deshalb lässt die fällige Fahrbahnsanierung auf sich warten.

Gräfelfing– Seit über einem Jahr bemüht sich die Gemeinde Gräfelfing um die nötigen Grundstücke für eine Verbreiterung des Neurieder Wegs. Ein Ende der Verhandlungen ist nicht in Sicht. Der Neurieder Weg, ein ehemaliger Feldweg Richtung Martinsried, ist zum Sorgenkind der Gräfelfinger Verwaltung und Gemeinderäte geworden. Längst sollte er saniert sein, die Pläne liegen in der Schublade und haben oberste Priorität im Gräfelfinger Straßenbauprogramm. Doch es geht nichts voran – nicht nur, wenn sich die Autos täglich auf dem Neurieder Weg im Berufsverkehr stauen.

Die Sanierung ist aus zwei Gründen dringlich: Die Fahrbahn ist so kaputt, dass sie längst nicht mehr als verkehrssicher anzusehen ist. Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter drohte schon vor einem Jahr damit, die Straße sperren zu lassen.

Und zweitens soll der ertüchtigte Neurieder Weg ein wichtiges Element der von Bürgermeisterin Uta Wüst propagierten kommunalen Entlastungsstraße östlich des Gewerbegebietes sein.

Weil der Neubau mit Baumgräben und Radwegen beidseits deutlich breiter werden soll, braucht die Kommune auf beiden Seiten einen Streifen zusätzlichen Grund. Insgesamt musste mit vier verschiedenen Grundstückseigentümern, darunter zwei Erbengemeinschaften, verhandelt werden. Eine davon will dem Vernehmen nach nur die Gesamtfläche, und nicht nur die für den Straßenbau benötigten 200 m² hergeben. Da die Preisvorstellungen hier noch weit auseinandergehen, versucht die Gemeinde mit zwei Lösungsansätzen vorwärtszukommen. Ein gemeinsamer Gutachter arbeitet derzeit daran, den Bodenwert fachlich zu ermitteln. „Diese Zahl könnte als neue Verhandlungsgrundlage gelten. Wir würden sie akzeptieren“, sagt Bürgermeisterin Uta Wüst. Parallel prüft die Gemeinde eine Planänderung, in deren Folge ein Grunderwerb im Westen nicht mehr nötig wäre. Im Osten sind die Verhandlungen auch nicht einfach, allerdings soll es in diesem Fall nicht an divergierenden Preisvorstellungen liegen. Hier stellen die Gemeinde und das Landratsamt noch Informationen (wie eine Biotopkartierung) für das nächste Gespräch mit dem Verkäufer zusammen.

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