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Schadstoffe bei Rathaus-Sanierung

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Von: Martin Schullerus

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Baustofflager auf der Rückseite des Gräfelfinger Rathauses: Die Sanierungsarbeiten sind in vollem Gange und werden länger dauern als geplant.
Baustofflager auf der Rückseite des Gräfelfinger Rathauses: Die Sanierungsarbeiten sind in vollem Gange und werden länger dauern als geplant. Foto: dagmar rutt © dagmar rutt

Die Rathaus-Sanierung in Gräfelfing schreitet voran, jedoch weit langsamer als geplant. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2023 dürfte der Verwaltungssitz wieder komplett nutzbar sein. Eine Konsequenz: Der Gemeinderat muss ein zweites Ausweichquartier für seine Sitzungen finden.

Gräfelfing – Es ist wie so oft bei der Sanierung von Altbauten und insofern fast erwartbar gewesen: Erst im Zuge der Arbeiten tauchen Probleme auf, die bis dahin hinter Wänden und unter Böden verborgen und auch in keinem Plan ersichtlich waren. So verhält es sich nun mit dem Gräfelfinger Rathaus, das 1968 nach damaligem Stand der Technik und hohem architektonischem Anspruch errichtet wurde und derzeit generalsaniert wird.

Brandschutz aufwendiger

„Der Rathaus-Betrieb während laufender Sanierung ist nicht einfach, und es dauert auch noch länger als geplant“, sagte Bürgermeister Peter Köstler in einem Pressegespräch. Und auch im Bauausschuss informierte er die Gemeinderäte über den unerfreulichen Sachstand. Demnach ist im zweiten Obergeschoss eine „Schadstoffbelastung“ festgestellt worden. Decken und Wände aus Gipsbeton müssen infolgedessen komplett ersetzt werden. Ursprünglich war man von einer minimalinvasiven Arbeitsweise ausgegangen. Doch ergab die Demontage und Neumontage der Leitungen so viele Durchbrüche, dass dieses Vorgehen nicht durchzuhalten war. Zusätzliches Problem: Wenn Decken und Wände erneuert werden, unterliegen sie heutigen Brandschutzanforderungen. Die sind nun im Zuge der Sanierung insgesamt aufwendiger geworden. Immerhin ist zumindest das Dach mit einer neuen Außenhaut abgedichtet und fertiggestellt.

Verzögerung bis Sommer 2023

„Die Arbeiten werden leider bis in den Sommer 2023 hinein laufen“, so Bürgermeister Köstler. Damit ist der Gemeinderat ab Februar oder März heimatlos. Denn die Sitzungen finden aktuell im großen Saal des Bürgerhauses statt, und dieses wird mit Beginn des Jahres 2023 ebenfalls generalsaniert. „Also braucht es für den Sitzungsbetrieb des Gemeinderates eine dritte Lösung“, so Köstler. Vermutlich laufe es auf die Aula (Pausenhalle) des Kurt-Huber-Gymnasiums hinaus, die schon einmal als Sitzungsort angedacht war. Genaueres werde im Oktober besprochen und festgelegt. Die Mehrzweckhalle will Köstler nicht blockieren, weil sie dringend für kulturelle und schulische Belange benötigt wird.

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