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Die Bauarbeiten an der Volksschule Lochham gehen langsamer voran, als geplant.

Campus Lochham

Schulneubau nicht im Zeitplan

Durch Insolvenz und Wetter verzögern sich die Arbeiten am Neubau der Lochhamer Volksschule. Dafür könnten die Kosten niedriger sein, als zunächst angenommen.

Gräfelfing – Der Bauarbeiten an der Lochhamer Volksschule hinken dem Zeitplan derzeit zwei Monate hinterher. Das berichtete jetzt der zuständige Architekt Clemens Pollok vor dem Gräfelfinger Bauausschuss. Zum einen gab es einen personellen Engpass bei der beauftragten Rohbaufirma im vergangenen Jahr. Zum anderen meldete der Trockenbauer in diesem Monat Insolvenz an. Auch der „Winter im Frühling“ vor ein paar Wochen hätte den Rückstand begünstigt, fügte Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter hinzu.

Trotzdem soll der rund 3 000 Quadratmeter große Anbau für die Grund- und Mittelschule im Juni 2018 fertiggestellt sein. Damit gebe es noch genug Puffer bis zum Beginn des Schuljahres 2018/19. Denn spätestens dann sollen die Mädchen und Jungen die 30 neuen Räume auf drei Ebenen – Klassenzimmer, Aufenthaltsräume für den Hort und die Nachmittagsbetreuung, Computerraum, Lehrer- und Elternsprechzimmer sowie eine kleine Bibliothek – beziehen können.

Preislich veranschlagt ist der Neubau, der als Startschuss für weitere Bauprojekte auf dem Schulcampus gilt, mit 9,7 Millionen Euro. „Momentan liegen wir bei ungefähr 8,9 Millionen Euro“, so Architekt Pollok. Da ab nächster Woche 80 Prozent der Aufträge vergeben sein werden, rechne Pollok jedoch mit einer Unterschreitung der Baukosten – trotz nachträglicher Einbeziehung hochwertiger Fassaden und eines optimierten Schallschutzes. Letzterer kam zum Tragen, da es während der Bauphase einen Gemeinderatsbeschluss bezüglich des Einsatzes von Akustikmaßnahmen in Klassenzimmern und Gruppenräumen gegeben hatte. Bauamtsleiterin Breiter: „So haben wir in den Räumen, in denen die Kinder besonders Ruhe benötigen, Decken und Wände gedämmt.“

Auf das Dach des neuen Südtrakts wird auch eine Fotovoltaikanlage gebaut. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig. Mit den geplanten Modulen könne die Schule dann doppelt so viel Strom erzeugen, wie der Anbau Süd selbst verbrauchen wird, sagte Breiter. Ob der Überschuss dann für die anderen Gebäude der Volksschule genutzt werden darf, soll noch geprüft werden.

Die Sanierung des Nordtrakts der Grundschule sei dagegen beendet. Dem an Raumknappheit leidenden Kurt-Huber-Gymnasium stehen jetzt sechs frisch renovierte Räume im ersten Stock zur Verfügung. Genutzt hatten diese die Gymnasiasten bereits zuvor. Doch der Bau war in die Jahre gekommen; verfaulte Fensterrahmen, schlechte Fußböden und Lichtverhältnisse machten eine Frischzellenkur dringend notwendig.

Carolin Högel

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