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Solide Mehrheit für Großprojekt

SPD nun auch für Schwimm- und Turnhalle

  • Martin Schullerus
    vonMartin Schullerus
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Der Gräfelfinger Bauausschuss hat den Weg für die nächste Planungsstufe der künftigen Schwimm- und Dreifeldsporthalle freigemacht. Erkenntnis der Sitzung im Bürgerhaus mit Fachleuten und Publikum: Die Mehrheit im Bauausschuss für das Projekt ist mit der Wahl gewachsen.

Gräfelfing– Gleich geblieben ist mit den Grünen der entschiedenste Gegner des Projektes, allerdings nur an diesem Standort, wie Fraktionschefin Frauke Schwaiblmair betonte. Die Grünen würden stattdessen „eine Stapellösung auf dem Campusgelände“ präferieren, um den Eingriff in den „Mischwald“ im Norden der Adalbert-Stifter-Straße zu vermeiden. „Wir sollten den Mut haben, zu diesem sehr, sehr späten Zeitpunkt nochmal zurück auf Los zu gehen mit einer Planung auf dem Campus“, so Schwaiblmair – und winkte auch mit dem Zaunpfahl: „Es gibt starke Mobilisierungstendenzen in der Bevölkerung. Die Gefahr ist reell, dass das Projekt durch ein Bürgerbegehren scheitert.“

Bürgermeister Peter Köstler erinnerte daran, dass der Gemeinderat „diesen Weg der Abwägung von Standorten und Lösungsvarianten schon gegangen“ sei, mit vorliegendem Ergebnis. Eine Stapellösung (Schwimm- und Sporthalle übereinander) beraube den Campus seiner Entwicklungsmöglichkeiten. Auch Marion Appelmann (CSU) betonte, der Gemeinderat sei erst nach reiflicher Abwägung zu diesem Standort gelangt. Ein Neubau an Stelle der alten Halle würde den Ausfall des Schwimmunterrichts über Jahre bedeuten und auf dem Campus selbst „alles verbauen“.

Florian Ernstberger (BVGL) bekräftigte seine Haltung zu diesem „nachhaltigen, vielfältigen, durchdachten Konzept“. Ernstberger: „Die Halle wird genau an der richtigen Stelle geplant und für ganz Gräfelfing eine enorme Aufwertung darstellen, auf die wir uns alle freuen können.“

Mathias Pollok (IGG) begründete seine Zustimmung mit dem Blick auf die Regionalplanung, die hier im Gesamtzusammenhang eine Entwicklung zulasse. Für die Halle stimmte nun erstmals auch die SPD in Person von Anette Kitzmann-Waterloo. Im „Dilemma zwischen Städtebau und Naturschutz“ entscheide die SPD sich gegen einen „16 Meter hohen Klotz“, den die Stapellösung auf dem Campus bedeuten würde. Am Ende votierten mit 7:3 nur Grüne und Petra Schmid (CSU) gegen die Fortsetzung der Planung.

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