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4,6 Millionen Euro für Tiefbau in Gräfelfing

Sportliches Programm im Straßenbau für 2018

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Gräfelfing– Insgesamt 4,6 Millionen Euro, sieben größere Projekte – das Straßenbauprogramm der Gemeinde Gräfelfing für 2018 ist „sportlich“, wie Uta Wüst sagte. Im Gemeinderat am Dienstag bezweifelte die Bürgermeisterin gar, dass die gesamte Liste in einem Jahr abzuarbeiten sei. Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter hat da zwar weniger Bedenken. Doch beim größten und dringlichsten Projekt, der Neuanlage des Neurieder Weges, hat die Gemeinde die Entscheidung gar nicht selbst in der Hand.

Wie berichtet, gibt es mit zwei Grundstückseigentümern, von deren Verkaufsbereitschaft die Baumaßnahme abhängig ist, noch keine Einigung. Deshalb stellte die SPD im Gemeinderat den Antrag, das Projekt in zwei Bauabschnitte zu unterteilen, um endlich vorwärtszukommen: Die Fahrbahn solle 2018 erneuert werden, der geplante Fuß- und Radweg im Osten, der wesentlich auf zu erwerbendem Grund liege, könne zu einem späteren Zeitpunkt folgen, argumentierte Franz Lang (SPD).

Für diesen Vorstoß stimmten jedoch nur die SPD-Gemeinderäte (3:19). Bürgermeisterin Wüst hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die gesamte Straße etwas nach Osten rücken müsse, um die Verschwenkung in Bezug auf die Lochhamer Straße in Martinsried aufzuheben und Platz für die dringend benötigte verlängerte Linksabbiegerspur zu schaffen. Wüst: „Der Grundstückskauf ist unerlässlich; eine Teilung der Maßnahme gäbe nur ein Gestückel.“ Zudem habe es nach einem Bericht im Münchner Merkur, in dem die Möglichkeit einer Enteignung zur Sprache kam, erneuten Kontakt zum Eigentümer gegeben. Das Ergebnis stimmte die Bürgermeisterin so positiv, dass sie nun sagte: „Wir bekommen das über einen normalen Erwerb hin.“

Außer dem Neurieder Weg mit geschätzten Kosten von zwei Millionen Euro stehen auf der Liste für 2018 die Alte Pasinger Straße (Süd), die Reger-, Sudeten-, Lenbach- und Scharnitzer Straße. Auf Antrag von Marion Appelmann (CSU) fügte die Bürgermeisterin auch noch die Rudolfstraße hinzu. Damit, so Uta Wüst, entspreche das Programm weitgehend einem Antrag der CSU zum weiteren Vorgehen im Straßenbau (wir berichteten).

Allerdings hatte dieser auch die Rottenbucher Straße zwischen Wandlhamer- und Flurstraße zur Sanierung eingefordert. Dazu wird es 2018 nicht kommen. Zum einen, weil die Großbaustelle der Gemeindebau erst im nächsten Jahr fertig wird, zum anderen, weil in die Rottenbucher Straße auch Rohre für Fernwärme gelegt werden sollen. Und der Partner der Gemeinde bei diesem Projekt wird erst 2018 feststehen.

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